BerlinDas war dann doch ein Spiel zu viel. Nach zwei begeisternden Siegen gegen Bayern München und Baskonia Vitoria fehlte den Basketballern von Alba Berlin am Donnerstagabend gegen Maccabi Tel Aviv sichtbar die Kraft. Drei Spiele in fünf Tagen, eins in der Bundesliga und zwei in der Euroleague, wären selbst mit komplettem Kader eine Mammutaufgabe gewesen. Ohne die weiter verletzt fehlenden Leistungsträger Niels Giffey, Luke Sikma, Peyton Siva und Marcus Eriksson aber war der Kräfteverschleiß zu groß, um auch diese Partie erfolgreich gestalten zu können. Mit 73:85 musste sich Alba in eigener Halle den Gästen aus Israel geschlagen geben, zeigte im Rahmen der Möglichkeiten aber eine gute Leistung.

Auch wenn Associate Headcoach Israel Gonzalez bereits vor dem Spiel von schweren Beinen seiner Spieler gesprochen hatte, waren die zu Beginn nicht zu sehen. Die Gastgeber starteten gut, gingen drei Minuten vor Ende des ersten Viertels sogar mit 15:10 in Führung. Sollte die Energie der verbliebenen zehn Alba-Spieler abermals ausreichen, um ein Spiel zu gewinnen? Die folgenden 9:56 Minuten gaben eine klare Antwort: nein. Mit 4:30 gingen diese Phase, in der man den Kräfteverschleiß am deutlichsten erkennen konnte, klar verloren.

Beim Zwischenstand von 19:40 war Alba Berlin praktisch geschlagen, aber nicht demoralisiert. Der deutsche Meister kämpfte, verkürzte nach dem Seitenwechsel noch einmal auf neun Punkte Rückstand und hätte vielleicht noch einmal einen zusätzlichen Energieschub bekommen, wenn es noch weniger Zähler geworden wären. Aber nicht der Wille, sondern die fehlende Kraft verhinderten an diesem Abend eine weitere Aufholjagd. Es war halt einfach ein Spiel zu viel.