Luke Sikma lässt sich auch von zwei Gegenspielern nicht aufhalten.
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BerlinAlba Berlin ist in der Euroleague ein Coup gelungen. Am Freitagabend siegten die Hauptstädter nach einer starken Vorstellung beim vierfachen Titelträger ZSKA Moskau überraschend mit 93:88 (47:51). Für Alba war es der erste Sieg im vierten Spiel dieser Saison. Beste Berliner Werfer waren Simone Fontecchio mit 20 und Maodo Lo mit 15 Punkten.

Kurzfristig musste Alba auf Nationalspieler Johannes Thiemann wegen einer Gesäßmuskelverletzung verzichten. Von Beginn an entwickelte sich eine sehr intensive Partie. Die Defensivreihen dominierten zunächst. In der Offensive brauchten beide Teams etwas Zeit, ihren Rhythmus zu finden. Das Spiel gestaltete sich aber sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich mehr als zwei Punkte absetzen.

ZSKA versenkte bis zur Pause neun Dreier - bei zwölf Versuchen. Doch Alba brach nicht ein, hielt gut dagegen. Zu Beginn des Abschnittes gingen die Gäste sogar mit vier Punkten (26:22) in Führung. Die Führung wechselte hin und her. Erst kurz vor der Pause zogen die Gastgeber wieder etwas an.

Nach dem Seitenwechsel lag Alba zunächst hinten, blieb aber weiter dran. Kurz vor Ende des dritten Viertels übernahmen die Berliner dann wieder die Führung (68:65) und erhöhte den Vorsprung sieben Minuten vor dem Ende sogar auf zehn Punkte (77:67). Doch in der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. ZSKA kam zwar wieder auf zwei Zähler heran, doch Alba behielt einen kühlen Kopf und feierte den ersten Sieg in Moskau.

Albas Trainer Aito Garcia Reneses bewertete das Spiel dennoch nüchtern: „Dieser Wettbewerb ist sehr schwierig, alle Teams haben viele Spiele“, sagte der 73 Jahre alte Spanier bei MagentaSport: „Es ist schwierig, in jedem Spiel fokussiert zu bleiben.“