Alba Berlin hofft nach Ulm-Gala auf Befreiungsschlag

Nach zuletzt harten Wochen war am Sonntagabend bei den Spielern von Alba Berlin wieder ein Lächeln im Gesicht zu sehen. Der dominante 110:83-Auswärtssieg in ...

Spieler greifen nach einem Basketball.
Spieler greifen nach einem Basketball.Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin-Nach zuletzt harten Wochen war am Sonntagabend bei den Spielern von Alba Berlin wieder ein Lächeln im Gesicht zu sehen. Der dominante 110:83-Auswärtssieg in der Basketball-Bundesliga bei Ratiopharm hatte dem Team sichtlich gutgetan. „Wir sind zwar in keinem guten Moment, aber sie haben heute gezeigt, dass das Team einen großen Teamgeist und eine gute Chemie hat. Wir kommen Stück für Stück wieder zurück“, freute sich Trainer Israel González.

Vor allem, weil es für Alba schon das siebte Spiel in nur 15 Tagen war. „Die Idee unseres Spiels brachte diesen Sieg. Denn trotz niedriger Energie haben wir den Ball gut laufen gelassen und so immer wieder deren Defensive ausgespielt. Eine absolut überzeugende Vorstellung“, meinte Sportdirektor Himar Ojeda. Der Spanier erhofft sich davon nun eine Signalwirkung. „Hoffentlich war das eine Befreiung. Es tut uns gut und hilft uns hoffentlich, weiter in die richtige Richtung zu gehen“, sagte er.

Auch wenn weiterhin Spieler immer wieder mit Infekten zu kämpfen hatten. Zuletzt fielen mit Yani Wetzell, Christ Koumadje und Ben Lammers gleich drei große Spieler aus. Da ist es sehr hilfreich, wenn Akteure wie Tim Schneider, der bisher in dieser Saison kaum in Erscheinung getreten war, aus dem Schatten treten. Schon am Freitag bei der knappen Euroleague-Pleite in Monaco war der 25-Jährige bester Berliner Werfer. Gegen Ulm war er zweitbester Werfer hinter Kapitän Luke Sikma.

„Ich freue mich sehr für ihn. Er hatte viele physische Probleme und manchmal fehlt es ihm an Selbstvertrauen. Jetzt hat er endlich wieder seinen Rhythmus gefunden. Ich hoffe, er kann jetzt diese Mentalität behalten“, lobte ihn Ojeda. Am Donnerstag geht es in der Euroleague daheim gegen Maccabi Tel Aviv (20.00 Uhr) weiter. Nach zuletzt elf Königsklassen-Pleiten soll es auch dort endlich wieder vorangehen.