BerlinAm Ende hatte das Ganze nur noch den Charakter eines Trainingsspiels. Die Entscheidung war eigentlich schon vor dem letzten Viertel gefallen und so konnte Alba Berlin in einer Euroleague-Partie tatsächlich Kräfte schonen. Nicht einmal 48 Stunden zuvor hatte sich der Deutsche Meister in Ludwigsburg die erste Saisonniederlage in der Bundesliga eingehandelt, am Donnerstagabend aber waren davon keine Spuren zu erkennen. Fenerbahce Istanbul, das durchaus als Favorit gehandelt werden konnte, wurde von den Berlinern dominiert und deutlich mit 89:63 geschlagen. 

Der fünfte Sieg im zwölften Euroleague-Spiel dieser Saison war eine durchweg überzeugende Leistung. Auch ohne die weiter verletzt fehlenden Simone Fontecchio, Marcus Eriksson und Ben Lammers konnte sich Alba Berlin Mitte des ersten Viertels Stück für Stück absetzen und sich bis zur Halbzeitpause eine komfortable 44:27-Führung erspielen. Grundlage für diesen positiven Spielverlauf war die gute Verteidigungsleistung. Istanbul musste sich jeden Wurf, jeden Punkt erarbeiten und hatte auch im Kampf um den Rebound häufig das Nachsehen.

Im Angriff traten die Berliner geschlossen auf: Mit Maodo Lo, Peyton Siva, Niels Giffey, Kresimir Nikic und Johannes Thiemann konnten am Ende gleich fünf Spieler zweistellig punkten, auch die restlichen Alba-Akteure verließen das Feld mit Punkten. Im fünften Spiel innerhalb von zehn Tagen war es diesmal gut, dass nicht nur gewonnen, sondern auch mal die Kräfte ein wenig geschont werden konnten.