Berlin - Den Kampf um Niels Giffey hat man verloren, den um Johannes Thiemann aber gewonnen. Während der Kapitän von Alba Berlin in Richtung Zalgiris Kaunas verlassen wird, hat der Center seinen auslaufenden Vertrag um drei weitere Jahre verlängert. „Es ist einfach unglaublich, was für eine Kultur bei Alba herrscht, und ich bin sehr froh darüber, dass ich daran längerfristig teilhaben darf“, wird Thiemann in einer Mitteilung des deutschen Meisters zitiert, „ich danke dem Verein für sein Vertrauen und freue mich auf die nächsten drei Jahre. Hoffentlich dann wieder mit voller Hallenauslastung und vor all unseren Fans.“

Der Nationalspieler, der gemeinsam mit Niels Giffey und Maodo Lo am Wochenende zur Nationalmannschaft gestoßen ist, um sich mit dieser auf das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele vorzubereiten, hatte sich im Sommer 2018 den Berlinern angeschlossen. In seinen drei Jahren in der Hauptstadt hat er sich von einem athletischen Center zu einem Spieler entwickelt, der mittlerweile auch über einen konstanten Wurf von der Dreierlinie verfügt. „Er ist für den Kern der Mannschaft immer wichtiger geworden, er ist in diese Rolle reingewachsen und hat unser Team sehr bereichert“, sagt Albas Sportdirektor Himar Ojeda, „wir freuen uns darauf, ihn auf dem Weg zu einem modernen Euroleague-Spieler zu begleiten. Es ist großartig, dass seine und unsere Weiterentwicklung miteinander verbunden bleiben.“

Nach der Verlängerung von Johannes Thiemann und dem Abgang von Niels Giffey ist die Zukunft von Peyton Siva, Jayson Granger und Maodo Lo, deren Verträge ebenfalls in diesem Sommer auslaufen, offen. Neue Spieler wurden bislang noch nicht verpflichtet. Sehr wahrscheinlich aber wird Tamir Blatt, der bereits im vergangenen Jahr unter Vertrag genommen und für die abgelaufene Saison verliehen wurde, im Sommer nach Berlin kommen und somit einen Platz auf den Aufbaupositionen besetzen. Das spräche dafür, dass sich Alba von Siva oder Granger trennen würde, wenn die beiden erfahrenen Guards denn überhaupt verlängern möchten. Gerüchte halten sich weiter um einen vorzeitigen Abgang von Simone Fontecchio genau wie um die Verpflichtung von Nationalspieler Andreas Obst. Sportdirektor Himar Ojeda aber hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass er in der Sommerpause ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung eines wettbewerbsfähigen Kaders hat.