Über Geld spricht man nicht, Geld hat man, lautet ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt sich wegen der Verschwiegenheitspflicht allerdings schwer überprüfen lässt. Bei den Basketballern von Alba Berlin muss es daher bei der Feststellung bleiben, dass sie einen neuen Trikotsponsor haben, mithin einen neuen Hauptsponsor: die ZhongDe Metal Group, ein Projekt der chinesischen Metallindustrie, die an der Küste im Süden einen Industriepark anlegt, die Eco Metal City in Jieyang. Darüber haben Klub und Unternehmen gestern in Berlin gesprochen, nicht über konkrete Summen, aber über Ziele, die während der vorerst ins Auge gefassten drei Jahre erreicht werden sollen.

ZhongDe bedeutet chinesisch-deutsch. Einen Industriepark nach deutschem Vorbild will das Konsortium errichten und dafür hiesige Mittelständler gewinnen. Eine Firma aus Berlin-Adlershof übernimmt etwa die Verwaltung. Die Alba Group, Gesellschafter der Basketball-GmbH, ist schon seit den Neunzigern in China aktiv, als ihr Chef Axel Schweitzer mit der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel das Land besuchte und Chancen erkannte. Schweitzer war es, der jetzt in seiner Funktion als Aufsichtsrat der Alba-Sportsparte die Kooperation forcierte. Sie fügt sich ein ins Gesamtpaket. Schweitzer und die Partner aus Jieyang wissen um die großen kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und China. An dieser Stelle kommen die Basketballer ins Spiel, als Plattform, zur Verständigung.

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