Nicht unter Coach Aito: Stefan Peno hat zwar bei Alba Berlin einen Dreijahresvertrag unterschrieben, wird aber nach Vechta verliehen.
Foto: Imago Images

Berlin - Nach den Meldungen der Vorwochen und denen des Vortages wirkte die Nachricht vom Sonnabend eher wie eine Randnotiz. Dass Alba Berlin da verkündete, mit Malte Delow und Lorenz Brenneke zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs erneut mit einer Doppellizenz auszustatten, wurde in Fankreisen zur Kenntnis genommen, aber nicht sonderlich ausführlich diskutiert. Himar Ojeda sprach von einer„perfekten Situation für unsere jungen Spieler, um sich zu entwickeln und zu Profibasketballern zu werden“, und doch waren andere Schachzüge des Sportdirektors hinsichtlich ihrer Deutung weitaus spannender.

Mit der Verpflichtung von Maodo Lo war den Berlinern keine zwei Wochen zuvor ein Coup gelungen, den viele gar nicht auf dem Schirm gehabt hatten. Zahlreiche Namen wurden gehandelt, die die Abgänge von Leistungsträgern wie Rokas Giedraitis, Landry Nnoko und Martin Hermannsson kompensieren sollten. Der Name Lo tauchte dabei nur selten auf, ein Wechsel aus München nach Berlin schien womöglich zu unrealistisch. Auch deshalb darf er, wenn es um eine Bewertung der bisherigen Kaderplanung geht, als Königstransfer bezeichnet werden. Wenig majestätisch kommen auf den ersten Blick die Transfermodalitäten um Stefan Peno und Tamir Blatt daher. Der eine, Peno, hat bei Alba für drei Jahre verlängert, der andere, Blatt, für drei Jahre unterschrieben. Beide tragen aber in der kommenden Saison das Trikot von Vechta (Peno) beziehungsweise Hapoel Jerusalem (Blatt). Und das macht auf den zweiten Blick in beiden Fällen Sinn.

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