Berlin - Die Basketballer von Alba Berlin haben trotz des eng getakteten Spielplans einen Sieg der Moral gefeiert. „Ich bin sehr stolz. Wir hatten in der zweiten Halbzeit viel Energie, und die war sehr gut von uns“, lobte Trainer Aito Garcia Reneses sein Team nach dem 95:89-Kraftakt in der Euroleague beim französischen Spitzenklub Villeurbanne und dem siebten Spiel innerhalb von 14 Tagen.

Alba hat Sorgen um Maodo Lo

Dabei hatte Alba zwischenzeitlich schon mit zwölf Punkten zurückgelegen. Doch beim elften Sieg in der obersten europäischen Spielklasse fanden die Profis in der zweiten Hälfte ihre Energie wieder. „Es ist der Stolz und der Wille dieses Teams, niemals aufzugeben. Dieser Sieg war deshalb so wichtig, weil er den Glauben an sich selbst stärkt“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda voller Pathos.

Und dennoch plagen Alba einige Sorgen. Zum einen wird dieser Spielrhythmus noch bis Anfang April weitergehen. „Das lässt mich nicht optimistisch in die Zukunft schauen. Es wird für uns immer schwieriger, die Intensität hochzuhalten“, sagte Ojeda.

Hinzu kommen neue Sorgen um Spielmacher Maodo Lo. Der konnte wegen Schmerzen im Fuß nicht spielen. Wie lange der Nationalspieler ausfällt, ist unklar. „Er hatte zuletzt ein paar Probleme. Aber jetzt hatte er diese Schmerzen im Fuß. Wir wissen noch nicht, wie schlimm es ist“, sagte Ojeda.

Reisesituation ist ein Desaster

Und auch die Reisebedingungen machen den Berlinern zu schaffen. Weil es keine früheren Flüge gab, kommt das Team erst Freitagnacht wieder zurück. „Die Reisesituation in dieser Saison ist wirklich schlimm und ein komplettes Desaster“, klagte Ojeda.

Und so bleibt bis zum nächsten Spiel wieder kaum Zeit. Schon am Sonntag wartet in der Basketball-Bundesliga mit dem Heimspiel gegen die BG Göttingen (15.00 Uhr/Magentasport) die nächste Herausforderung.