Berlin - Während der Rest des Teams mit hängenden Köpfen in Richtung Kabine laufen konnte, musste Marcus Eriksson nach links abbiegen und vor der Fernsehkamera das Spiel analysieren. „Die Energie war nicht da, wir sind vor allem in der Offensive gestrauchelt“, sagte der Schwede. Und selbst ohne das Ergebnis zu kennen, war aus diesen Sätzen des Flügelspielers von Alba Berlin bereits herauszuhören, dass er gerade Fragen zu einer Niederlage beantworten musste. 

Mit 67:76 hatte der deutsche Meister in Bamberg verloren. Und dabei war das Team nicht nur am starken Chris Sengfelder, der die kompletten 40 Minuten abspulte und dabei 31 Punkte und 17 Rebounds sammelte, sondern an den eigenen Problemen an diesem Sonntagnachmittag gescheitert. Defensiv konnten die Berliner vor allem Sengfelder nicht am punkten und rebounden hindern und in der Offensive fand kaum ein Spieler seinen Rhythmus. Maodo Lo, in den vergangenen Spielen noch Albas gefährlichster Schütze, erwischte an alter Wirkungsstätte einen schlechten Tag, traf nur einen seiner zwölf Versuche aus der Zweier- und Dreierdistanz. Jonas Mattisseck verballerte seine sechs Dreierversuche und leistete sich drei Ballverluste. Lediglich Marcus Eriksson, und deshalb musste er wohl vor die Kamera, erwischte mit 16 Punkten seine offensive Normalform. Zum Sieg aber reichte das nicht.