BerlinDie erste positive Nachricht des Tages konnte Alba Berlin schon eine Stunde vor dem Spielbeginn über die eigenen Nachrichtenkanäle veröffentlichen. Mit der Rückkehr von Marcus Eriksson hatte der deutsche Meister, der neben seinen vielen Spielen in den vergangenen Wochen zusätzlich mit zahlreichen Verletzungsproblemen kämpfen musste, endlich mal wieder einen weiteren einsatzbereiten Spieler mehr auf dem Spielberichtsbogen. Dass dessen Dienste am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen Gießen, dem vierten innerhalb von acht Tagen, am Ende gar nicht benötigt wurden, war eine weitere positive Nachricht. Denn: Seine zehn Teamkollegen arbeiteten wohldosiert auf dem Feld der Arena am Ostbahnhof und setzten sich gegen die abstiegsbedrohten Gäste mit 92:82 durch.

Ein paar Probleme hatten die Berliner im ersten Viertel. Wirklich Angst mussten die Fans aber nicht um ihre Mannschaft haben. Die wirkte selbst bei zwischenzeitlich neun Punkten Rückstand (11:20) nicht ernsthaft in Gefahr, sondern schraubte die Intensität immer dann hoch, wenn es notwendig war. Angeführt von Regisseur Jayson Granger, der vor allem als Ballverteiler glänzte, holten sich die Gastgeber den ersten Durchgang noch mit 22:21 und hatten danach alles unter Kontrolle. Immer dann, wenn Gießen ein Stück vom Rückstand abknabbern konnte, packte Alba Berlin eine Schippe drauf, indem die Intensität in der Verteidigung erhöht und im Angriff mal ein Dreier eingestreut wurde. Selbst wenn beim Pausenstand von 45:37 noch längst von keiner Vorentscheidung zu sprechen war und das dritte Viertel mit 22:23 verloren ging, so hatte man nie das Gefühl, als sei der Erfolg ernsthaft in Gefahr.

Die Einsatzzeit wurde auch im letzten Abschnitt mit Blick auf die kommenden Aufgaben bewusst verteilt und Marcus Eriksson komplett geschont. Seine Rolle als bester Punktesammler des Teams übernahm diesmal Simone Fontecchio, der 18 Punkte erzielte und für den es mit seinen Teamkollegen am Montag schon weiter nach Istanbul geht. „Es ist nicht einfach, weil wir so viele Spiele in der Saison haben. Aber das ist unser Job“, sagte der Italiener nach dem Spiel am Mikrofon von MagentaSport.