Berlin - Bei Alba Berlin gab es am Sonnabend nur fröhliche Gesichter zu sehen. Denn beim klaren 84:57-Viertelfinalsieg im BBL-Pokal bei den Bayreuthern lieferten die Berliner eine überzeugende Leistung ab. „Wir standen unter Druck und das war wirklich eine sehr, sehr starke Vorstellung. Und wichtig ist, dass man nicht nachlässt und das dann auch zu Ende spielt“, lobte Manager Marco Baldi sein Team.

Mit dem Einzug in das Final-Four-Turnier (19./20. Februar 2022) hat Alba ein erstes Saisonziel erreicht. „Das erste, was man in der Saison verlieren kann, ist der Pokal. Da kann man immer schnell ausscheiden. Und es ist sehr, sehr wichtig, dass man da gleich ein Zeichen setzen kann“, sagte Baldi. Der Halbfinalgegner wird am Sonntag ausgelost (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe). Einen Wunschgegner gibt es für Alba Berlin nicht. „Im Endeffekt muss man alle schlagen, wenn man Pokalsieger werden will und das wollen wir“, kündigte Flügelspieler Louis Olinde an.

Mit dem dominanten Sieg gegen Bayreuths Basketballer hat Alba seine Ambitionen im Pokal unterstrichen. Besonders beeindruckend fand es Baldi, dass sein Team nur rund 48 Stunden nach der heftigen Euroleague-Pleite gegen Anadolu Efes Charakter gezeigt hat. „Das ist nicht so einfach, mit keiner schlechten Laune in so ein Spiel zu gehen. Und wir hatten schlechte Laune“, sagte Baldi. Auch Flügelspieler Louis Olinde freute sich über die Trotzreaktion. „Da haben wir gesagt, das ist Do-or-die heute. Wir müssen mit Energie rauskommen. Wir waren einfach bereit und haben gleich alles reingepowert“, berichtete er.

Für Baldi ist dieser Teamspirit für die weitere Entwicklung der Mannschaft elementar. „Da ist es wichtig, dass die Atmosphäre auch bei Negativerlebnissen nicht in den Keller sinkt“, sagte der 59-Jährige. Zumal er weiter warnte: „Es ist ein weiter Weg und natürlich machen wir da Schritte. Aber es wird nicht immer nur kerzengerade nach vorne gehen.“

Hinzu kommt, dass die Berliner kommende Woche wieder im Reisestress stecken. In der Euroleague geht es am Mittwoch zunächst gegen Zenit St. Petersburg und dann am Freitag gegen den nächsten russischen Kontrahenten Unics Kazan. Und von dort aus reist die Mannschaft dann weiter zum Bundesligaspiel am Sonntag beim Team in Ulm. Zeit für Training bleibt dazwischen wieder nicht. „Fehler ausmerzen – das muss alles letztendlich über die Spiele gehen“, forderte deshalb Baldi.