Berlin - Dieser Wurf tat weh. Auf 78:79 hatte sich Alba Berlin gerade noch einmal herangekämpft, da traf Sasha Vezenkov 15 Sekunden vor dem Ende einen Dreier aus der Ecke. Sein sechster Treffer bei sieben Versuchen und damit am Donnerstagabend der wichtigste beim 84:80-Erfolg von Olympiakos Piräus in Berlin.

Christ Koumadje erstmals im Kader

Dabei wollte Alba ohne den weiterhin verletzten Maodo Lo und den angeschlagenen Jonas Mattisseck, dafür aber erstmals mit Christ Koumadje im Kader eigentlich in der Euroleague an die Serie von zwei Siegen in Folge anknüpfen. Und nach einem Mini-Fehlstart in die Partie (2:9) waren die Berliner vier Minuten vor dem Viertelende auch im Spiel angekommen. Peyton Siva, der zu diesem Zeitpunkt offensiv auffälligste Alba- Akteur hatte seinen zweiten Dreier erzielt und damit zumindest so ein bisschen die Wurfquote aus der Distanz aufgehübscht.

Denn egal ob Niels Giffey, Malte Delow, Marcus Eriksson oder Johannes Thiemann – sie alle hatten in den ersten zehn Minuten keinen Erfolg von außen. Da aber auch die Griechen bis dahin nicht ihren treffsichersten Tag erwischten und zudem die Ballverluste der Berliner nicht bestraften, konnten die Gastgeber zumindest ihre knappe Führung (18:16) behaupten. So richtige Basketball-Feinkost aber konnten beide Mannschaften auch im zweiten Abschnitt nicht servieren. Wenngleich Alba Berlin weiter leichte Vorteile und mit Peyton Siva (13 Punkte) einen treffsicheren Aufbauspieler hatte, ging es lediglich mit einem zarten 42:37-Vorsprung in die Kabine.

Alba Berlin verfehlt zu viele Dreier

Olympiakos Piräus aber benötigte nach dem Seitenwechsel lediglich zwei Angriffe und 50 Sekunden, um das Spiel auszugleichen (42:42). Die Partie ging nun hin und her. Mal führte Alba, mal lag Olympiakos in Front. Beide Mannschaften suchten ihr Glück in der Offensive zu großen Teilen aus dem Dreierbereich. Ungewöhnlich dabei: In den ersten drei Vierteln nahmen die Berliner sogar mehr Dreier (28) als Zweier (22). Laut Trefferquote aber war das die falsche Entscheidung. Während sich die Gäste von außen stabilisierten und ihre Quote auf 48 Prozent schraubten, lag Alba Berlin im letzten Viertel gerade einmal bei 28 Prozent. Selbst Peyton Siva war völlig abgekühlt und konnte erst drei Minuten vor dem Ende seinen 14. Punkt erzielen. Sein Team lag da bereits mit 70:78 und konnte lediglich Ergebniskosmetik betreiben.