Peyton Siva, gegen Oldenburg bester Werfer für Alba mit 19 Punkten.
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BerlinAlba Berlin steht mit mindestens einem Bein im Endspiel des Finalturniers der Basketball Bundesliga (BBL) und schickt sich an, den bereits ausgeschiedenen Champion Bayern München zu beerben. Der achtmalige Meister setzte sich im ersten Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg überaus deutlich mit 92:63 (49:33) durch und kann sich im Rückspiel am Mittwoch für den 18. Finaleinzug der Klubgeschichte gar eine Niederlage mit 28 Punkten leisten.

"Wir sind sehr zufrieden, haben mit einer tollen Intensität gespielt. Aber es ist im Grunde erst Halbzeit", sagte Albas Schwede Marcus Eriksson laut SID nach dem Spiel: "Wir wollen es wie bei 0:0 angehen."

Berlin zeigte im Münchner Audi Dome eine konzentrierte Mannschaftsleistung, war vor allem beim Rebound haushoch überlegen und hinterließ Ratlosigkeit beim überforderten Gegner.

Fünf Spieler bei den Hauptstädtern punkteten zweistellig, Albas Topscorer war der US-Amerikaner Peyton Siva mit 19 Punkten. Aufseiten der Oldenburger hingegen enttäuschte mit Ausnahme von Center Rasid Mahalbasic (23) und Forward Nathan Boothe (17) die gesamte Mannschaft.

"Wir spielen genau das Spiel, das wir vermeiden wollten. Wir haben zu viele Ballverluste, dadurch kommen sie zu vielen einfachen Punkten", haderte Oldenburgs Nationalspieler Karsten Tadda in der Halbzeitpause bei MagentaSport.

Am Dienstag (20.30 Uhr) ermitteln die MHP Riesen Ludwigsburg und ratiopharm Ulm den ersten Finalisten. Das Hinspiel am Sonntag endete 71:71. Es war das erste Unentschieden im Basketball-Oberhaus seit 45 Jahren - im regulären Ligabetrieb wird bei einem solchen Spielstand solange verlängert, bis es einen Sieger gibt. Immerhin gibt es nun keine Rechenspiele, der Sieger zieht ins Finale ein. Dieses findet am Freitag und Sonntag ebenfalls in Hin- und Rückspiel statt.