Berlin - Alba Berlin möchte am Freitag seinen ersten Matchball zum Finaleinzug in der Basketball-Bundesliga direkt nutzen. Trainer Israel González will aber auch keinen unnötigen Druck aufbauen. „Wichtig ist nur, dass wir die Serie beenden. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch und schnell wir gewinnen“, sagte er. Nach den beiden Heimspielerfolgen könnte Alba mit einem weiteren Sieg bei den MHP Riesen Ludwigsburg (19.00 Uhr/Magentasport) die Best-of-five-Serie aber schon im Schnelldurchgang beenden.

Der Titelverteidiger erwartet dabei eine hitzige Atmosphäre. „Die werden auf jeden Fall noch einmal alles reinwerfen und gerade vor ihren Fans noch einmal einen Sieg holen wollen“, sagte Nationalspieler Johannes Thiemann. González warnt zudem vor möglichen Überraschungen. „Sie haben genug Zeit, sich vorzubereiten. Wir müssen deshalb alarmiert sein, dass sie etwas ändern und wir im Spiel reagieren können“, so der Spanier.

Auf jeden Fall wird es wieder sehr körperbetont zur Sache gehen. „Uns erwartet ihr klassisches Spiel, sehr viel Physis, sehr viel Pressing und eine harte Verteidigung“, sagte Thiemann. Bisher konnte Alba das in dieser Serie gut meistern. „Gerade dieses Jahr sind wir noch einmal physischer geworden. Von daher können wir da gut mithalten“, gab sich Thiemann optimistisch.

Die Schiedsrichter-Kritik von Ludwigsburg-Coach John Patrick, dass sein Team bisher zu wenige Foulpfiffe bekommen habe, bringt Alba nicht aus der Ruhe. „Das macht er natürlich gern und natürlich versucht er die Schiedsrichter zu beeinflussen“, sagte Thiemann, der vor vier Jahren aus Ludwigsburg nach Berlin gewechselt war.

Sich auf diese psychologischen Spielchen einlassen will sich Alba nicht. „Jeder muss das tun, von dem er glaubt, dass es hilft, um zu gewinnen“, sagte González. Die Berliner schauen auf sich selbst. „Wir verteidigen gut und sauber. Ludwigsburg ist einfach von den Fouls oft über dem Limit“, meinte Thiemann.