Berlin - So kräftig wurde Alba Berlin in der Bundesliga zu Beginn eines Spiels in dieser Saison noch nicht durchgeschüttelt. Drei Minuten waren in Bonn gespielt, da lag der deutsche Meister mit 0:13 hinten. Der hohe Aufwand aus zwei Spielen in der Euroleague, inklusive Reisestress nach Kaunas und zurück, hatte wieder einmal seinen Tribut gefordert. Ohne Rhythmus, wie es Malte Delow später am Mikrofon von MagentaSport formulierte, waren die Berliner in Bonn gestartet und am Ende froh, dass sie mit einem 80:75-Sieg die Heimreise antreten und damit Platz zwei in der Tabelle festigen konnten.

Alba muss mit Belastungen umgehen

Schwächephasen wie diese zu Beginn in Bonn, das hatte auch das Spiel des FC Bayern München am Tag zuvor in Gießen gezeigt, gehören für die beiden deutschen Euroleague-Teams im Tagesgeschäft Bundesliga dazu. Manchmal, so wie für die Bayern, gehen die Spiele verloren, meistens aber, so wie für Berlin in Bonn, werden sie noch gewonnen. Bayern und Alba verfügen nicht nur über die personelle Qualität, um Spiele wie in Bonn schnell zu drehen, sondern auch über eine ganze andere Stärke. In der Euroleague haben sie gelernt, mit dem Terminstress, den vielen Reisen sowie der Belastung umzugehen und mit ihrer Energie richtig zu haushalten. Und genau darum geht es, wenn in ein paar Wochen in den Play-offs um den Titel gespielt wird.