Ein Bild der Berliner Überlegenheit: Tyler Cavanaugh zieht zum Korb.
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MünchenDank eines Pflichtsiegs im Stile eines Titelanwärters darf Alba Berlin beim Meisterturnier der Basketball-Bundesliga mit dem Einzug ins Halbfinale planen. Der Pokalsieger bezwang am Donnerstag im Viertelfinal-Hinspiel den Außenseiter BG Göttingen mit 93:68 (52:29) und bleibt bei den Geisterpartien im Münchner Audi Dome ungeschlagen. Alba-Aufbauspieler Peyton Siva lieferte mit 15 Zählern und fünf Vorlagen eine überzeugende Vorstellung, insgesamt punkteten fünf Berliner zweistellig. Das Weiterkommen sollte für Alba im Rückspiel am Samstag (20.30 Uhr) nur noch Formsache sein. In der K.o.-Runde werden die Ergebnisse beider Partien addiert.

«Wir müssen das zweite Spiel auf jedem Fall mit allem, was wir haben, angehen», sagte Geschäftsführer Marco Baldi der Deutschen Presse-Agentur. «Natürlich werden wir in die nächste Runde kommen, das ist glaube ich jedem klar. Aber man kann durch solche Spiele auch was verlieren - nicht resultatmäßig, aber die Form, das Aufstrebende. Deshalb müssen wir sehr behutsam sein.»

Schon im ersten Viertel dominierte US-Profi Siva nach Belieben, legte elf Punkte in den ersten gut sechs Minuten auf. Spätestens mit einem 18:3-Lauf zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte Alba für klare Verhältnisse. Youngster Jonas Mattisseck traf mit der Schlusssirene der ersten Hälfte sogar von hinter der Mittellinie. «Ich freu mich, dass er reingegangen ist - wir üben das morgens bei jedem Shootaround», sagte der 20-Jährige bei Magentasport.

Auch nach der Halbzeitpause blieb Göttingen, das das Turnier mit nur einem Sieg beenden würde, zunächst überfordert. Da half auch nichts, dass an mehreren roten Sitzen der Tribüne die Fotos von Fans der Niedersachsen drapiert waren. Auf zwischenzeitlich 42 Punkte wuchs der Vorsprung der Berliner, bis es das Team von Trainer Aito Garcia Reneses im letzten Abschnitt doch lockerer angehen ließ.

Angesichts des tief besetzten Kaders konnte es sich der Spanier erlauben, US-Center Landry Nnoko eine Pause zu gönnen. Zudem erhielt der angeschlagene Isländer Martin Hermannsson mit Rückenproblemen eine Pause. Im zweiten Viertelfinale am Donnerstag (20.30 Uhr) trafen Brose Bamberg und die EWE Baskets Oldenburg aufeinander, die beiden Ex-Meister spielen den potenziellen Gegner von Alba aus.