Himar Ojeda ist mal wieder erfolgreich gewesen. Alba Berlins Sportdirektor hat am Wochenende die Verpflichtungen von Marcus Eriksson und Tyler Cavanaugh bekanntgeben können. Ojeda hat also einen Wettbewerb gewonnen, gegen andere Basketballklubs nämlich. „Spieler und Agenten bekommen Angebote aus der ganzen Welt und jeder versucht, die Spieler immer weiterzuschicken“, sagt Ojeda. „Wir versuchen, ein wenig dagegenzuarbeiten, und möchten die Spieler und Agenten davon überzeugen, dass es schön wäre, wenn sie in einer Situation bleiben, in der alles stimmt.“

So überzeugend ist Albas Programm offensichtlich, dass der schwedische Flügelspieler Eriksson, 25 Jahre alt, 2,01 Meter groß und zuletzt bei Gran Canaria im Einsatz, einen Vertrag über vier Jahre unterschrieb. Center Cavanaugh, 25 Jahre alt und 2,06 Meter groß, bindet sich für eine Saison an die Berliner, auch er passt in deren Anforderungsprofil. „Tyler wird gut zu uns passen, weil er sehr variabel ist“, sagt Ojeda. „Er kann sowohl als Power Forward als auch als Center spielen und ist sehr vielseitig. Er kann werfen, er kann in der Zone agieren, ist ein guter Passgeber und spielt mit viel Energie.“ Zu Eriksson meint Albas Sportdirektor: „Er ist ein Spieler, den ich schon als Scout für die Atlanta Hawks gemocht und sogar gedraftet habe. Dass er jetzt für Alba spielt, gefällt mir besonders, weil er sehr gut zu unserer Philosophie passt – menschlich und natürlich spielerisch.“

50 Einsätze in der NBA

Beide Zugänge haben eine Verbindung zur nordamerikanischen Profiliga NBA. Eriksson kam aber trotz Ojedas Wertschätzung in Atlanta nie zum Einsatz. Anders Cavanaugh, der nicht nur für die Hawks, sondern auch Utah Jazz auflief. Insgesamt kann der Profi aus Syracuse im US-Bundesstaat New York 50 Einsätze in der NBA binnen zweier Spielzeiten vorweisen. Anders als Eriksson verfügt Cavanaugh jedoch über keine Erfahrung im europäischen Basketball. Der Neue werde daher Zeit brauchen, um sich anzupassen, sagt Ojeda: „Ich bin allerdings davon überzeugt, dass ihm das schnell gelingen wird.“

Das wäre hilfreich für die Berliner, denn sie sind in der kommenden Saison auf hohem Niveau gefordert. 34 Hauptrunden-Spiele stehen in der Euroleague an. Noch einmal maximal 49 Partien bestreiten sie in der Bundesliga (BBL). Sollte Alba im BBL-Pokal das Finale erreichen, stehen von Ende September bis Mitte Februar weitere vier Duelle auf dem Programm. Die sportliche Leitung muss den Kader dieser Herausforderung anpassen, bewegt sich dabei aber in klaren Grenzen: finanziell und vom Reglement her. Die BBL hat sich eine Quote von sechs deutschen Spielern pro Team auferlegt. Auch deshalb bedeutet die Verpflichtung von Tyler Cavanaugh, dass für Dennis Clifford kein Platz mehr im Kader ist. Der Center verlässt Alba.

Siva und Sikma bleiben

Bleiben werden Point Guard Peyton Siva bis 2021 und Luke Sikma bis 2023. Neu ist zudem der deutsche Guard Mason Makai, 24. Auch er passt ins Profil.