Berlin - Lustige Vogelbilder von Aito Garcia Reneses gibt es über Instagram in hübscher Regelmäßigkeit zu sehen. Erst am Sonntag hatte der Trainer und Hobbyfotograf von Alba Berlin das Bild einer weiblichen Mandarinente, welches er im Schlossgarten Charlottenburg aufgenommen hatte, hochgeladen. Der Kurznachrichtendienst Twitter gehört hingegen nicht sonderlich häufig zu seinen Kommunikationskanälen. Am Sonntag aber twitterte „AlejandroGar114“, wie der spanische Coach dort heißt, gleich zwei Nachrichten. „4 Spiele in sieben Tagen. Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Samstag. Berlin, Belgrad, Athen, Berlin. Zwischenstopps in Wien und Frankfurt. Ist dieser Kalender logisch?“, schrieb er am Vormittag auf Deutsch vor dem abendlichen Bundesliga-Sieg gegen Bamberg (82:70), um danach noch etwas konkreter zu werden. In einer weiteren Nachricht veröffentlichte er den Zeitplan seiner Mannschaft vom Montag bis Mittwoch.

Und wer sich diese drei Tage mal genauer anschaut, kann verstehen, warum sich der 73-Jährige mit der aktuellen Situation so unzufrieden zeigt. Allein der Montag hat um 7.30 Uhr mit einem Corona-Test in der Alba-Trainingshalle in der Schützenstraße begonnen, von wo es um 8 Uhr mit dem Bus zum Flughafen ging. Der erste Flug startete um 9.50 Uhr zunächst nach Wien, von dort ging es um 13.10 Uhr weiter nach Belgrad, am Nachmittag ins Hotel und am Abend durfte die Mannschaft von 19 bis 21 Uhr trainieren. In der serbischen Hauptstadt wird Alba Berlin am Dienstag um 19 Uhr, also 47 Stunden nach dem Ende des Heimspiels gegen Bamberg, zur nächsten Partie in der Euroleague antreten.

Es wird das siebte Spiel in dann 15 Tagen des Monats Dezember und noch lange nicht das letzte sein. Weitere sechs Partien muss Alba noch bis zum Jahresende absolvieren, allein zwei noch in dieser Woche. Eins davon am Donnerstagabend (20 Uhr) bei Panathinaikos Athen und schon am Sonnabend (18 Uhr) in eigener Halle gegen Ulm. Bei dieser Überbelastung seiner Spieler veröffentlicht der sehr erfahrene Trainer mal eben nicht nur lustige Vogelbilder, sondern hinterfragt auch mal den Sinn des Spielplans.