Peyton Siva (links) und Alba Berlin taten sich gegen die starke Verteidigung der Münchner sehr schwer.
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BerlinZumindest die Rückkehr der Fans war gelungen. 700 Zuschauer durften am Freitagabend nach siebenmonatiger Pause wieder einmal die Arena am Ostbahnhof betreten und waren die Gewinner des Abends. Vorbildlich hielten sie sich beim Einlass und auf ihren Plätzen in der Halle an die Abstandsregeln, behielten brav ihre Masken auf und verzichteten auf Fangesänge. Verteilt auf die Mittelblöcke im Unterring beider Arena-Seiten dienten lediglich die bereitgelegten Klatschpappen der akustischen sowie vereinzelte Rufe der Unterstützung. Positiv aus Sicht der Gastgeber war auch das erste Viertel, das Alba Berlin mit 27:21 gegen den FC Bayern München gewinnen konnte. Danach aber endete die Herrlichkeit im Spiel des Deutschen Meisters auch schon: Mit 72:90 musste sich der den Gästen im ersten Euroleague-Heimspiel seit dem 4. März geschlagen geben. 

Dabei hatte die Rückkehr in die Heimspielstätte ganz verheißungsvoll begonnen. Wie bereits bei der Niederlage eine Woche zuvor bei Maccabi Tel Aviv startete Alba Berlin gerade in der Offensive stark, Simone Fontecchio erzielte sieben Punkte, Jayson Granger sechs. Der offensive Rhythmus wurde allerdings schnell gebremst. Auf die zwei Zähler von Niels Giffey zu Beginn des zweiten Viertels folgte erst einmal lange nichts: Fast fünf Minuten blieben die Berliner ohne Punkt, kassierten einen 0:16-Lauf. Die Gäste hatten die Intensität in der Verteidigung erhöht und ließen keine einfachen Würfe mehr zu. Mit 9:31 mussten die Gastgeber den zweiten Abschnitt deutlich abgeben - eine weitere Parallele zum Spiel in Israel, bei dem Alba die zweiten zehn Minuten mit 12:30 verloren hatte. 

Nach dem Seitenwechsel konnte Alba Berlin das Spiel zwar wieder offener gestalten, gab aber dennoch beide Viertel mit 18:19 ab und musste sich bei der Rückkehr der Fans klar geschlagen geben. Die aber feierten ihr Team trotzdem. Alles natürlich mit dem nötigen Abstand.