Berlin (dpa) – - Alba Berlins Flügelspieler Louis Olinde hat schon vorzeitig das Reifezeugnis für ein Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft abgelegt. Mit 24 Punkten war Olinde nicht nur bester Werfer beim 100:76-Heimsieg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg, er stellte auch einen neuen Karrierebestwert auf. Der 24-Jährige verwandelte dabei fünf seiner sechs Distanzwürfe: „Das hat sich gut angefühlt. Und es tut gut für das Selbstvertrauen.“

Noch vor Wochen hatte eine Handverletzung den gebürtigen Hamburger lange pausieren lassen. Jetzt ist er wieder da und bewies zudem, wie viele Optionen Alba in seinem Spiel hat. „Das sind Dinge, die natürlich glücklich machen und alle freuen sich mit ihm“, sagte Manager Marco Baldi.

Für den Flügelspieler vor allem ein Ergebnis der Teamleistung. „Es ist geil, wenn man den Rückhalt im Team hat. Dann hat man ein gutes Gefühl, einfach weiter raufzuwerfen. Ohne Druck trifft man natürlich am Besten“, sagte er. Mit der 2:0-Führung in der Best-of-five-Serie hat Alba im nächsten Spiel am Freitag in Ludwigsburg (19.00 Uhr/Magentasport) den ersten Matchball zum Finaleinzug. „Das sieht jetzt natürlich gut aus“, fand Baldi.

Oscar da Silva erwartet dort aber eine schwierige Aufgabe. „Es wird ein Spiel mit Kratzen und Beißen“, sagte der Forward. Er selbst hatte Anfang der Saison noch in Ludwigsburg gespielt, bevor er mit reichlich Wirbel nach Berlin ging. Deshalb erwartet er wieder Pfiffe für sich. „Aber wer es jetzt noch immer nicht geschnallt hat, der hat von Basketball nicht so viel Ahnung“, sagte er.

Baldi erwartet zudem wieder viel Aktionen vom Ludwigsburger Coach John Patrick. Der reklamierte auch am Sonntag wieder viel, was Baldi sauer aufstößt: „Man sieht, wieviel Nebengeräusche da sind. Da wird auch von Außen viel erzählt und getan. Ich sehe das selber bei mir, wie es so langsam in den Kopf reinkommt. Ich stelle mir Schiedsrichter vor, die da 40 Minuten Dauerbeschallung bekommen.“