Berlin - Ski-Rennläufer Alexander Schmid hat am Sonntag als Siebter beim Riesenslalom-Klassiker von Alta Badia ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Der Allgäuer legte auf der Traditionsstrecke „Gran Risa“ eine beeindruckende Aufholjagd hin und machte im zweiten Durchgang noch stolze elf Plätze gut. Von Tagessieger Alexis Pinturault (Frankreich) trennten Schmid letztlich nur 0,90 Sekunden, Stefan Luitz (+1,12) verbesserte sich um fünf Ränge und wurde guter Zwölfter.

„Ich bin sehr zufrieden, ich habe ziemlich fighten müssen“, sagte Schmid, den kleinere Fehler um eine echte Spitzenplatzierung brachten. Besser war der 26-Jährige im „Riesen“ aber nur einmal – als Sechster vor drei Jahren in Val d'Isere. Nach einem „zu braven“ ersten Lauf habe er „ein bisschen Coolness reingebracht“, meinte Schmid: „Man muss einfach die Sau rauslassen, g'scheit draufsteigen und nix herschenken.“ Damit überzeugte Schmid auch Felix Neureuther. „Gewaltig! Der Alex ist sensationell Skigefahren“, sagte der ARD-Experte. Auch Luitz war „im Großen und Ganzen zufrieden“.

Hinter Pinturault, der seinen 31. Weltcup-Sieg feierte, fuhr der junge Norweger Atle Lie McGrath (0,07) sensationell auf Rang zwei. Dritter wurde Justin Murisier (Schweiz/0,24). Einen sehr emotionalen Tag erlebte der Slowene Zan Kranjec. Keine zwei Wochen nach dem Unfalltod seines Vaters fuhr der zweimalige Weltcup-Sieger mit der Helmbotschaft „Dad, for you!“ auf Platz neun (0,93). „Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper“, sagte Neureuther bewegt. Am Montag geht es für die Ski-Rennläufer an gleicher Stelle mit dem ersten Slalom der WM-Saison weiter.