Berlin - Die Rückrunde hat noch nicht mal begonnen, da ist die erste Partie bereits abgesagt. Natürlich machen die steigenden Corona-Zahlen auch vor der dritten Liga keinen Halt und erzwingen eine Verschiebung der Partie des FSV Zwickau gegen Viktoria Köln. Auch die Viktoria aus Berlin hat es in dieser Woche erwischt. Sieben Spieler wurden positiv getestet und befinden sich in häuslicher Quarantäne, teilte der Aufsteiger am Dienstag mit.

Alle Spieler im Viktoria-Kader seien geimpft, die betroffenen Akteure überwiegend symptomfrei. Dass das für Dienstag geplante Training und das für Mittwoch mit Regionalligist Tennis Borussia Berlin vereinbarte Testspiel ausgefallen sind, waren alles andere als optimale Voraussetzungen für den Rückrundenstart am Sonntag (14 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig. „Für uns gilt es nun, bei allem sportlichen Wettbewerb, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen keine weiteren positiven Fälle gibt, werden weiterhin engmaschig testen“, sagte Geschäftsführer Peer Jaekel. Noch ist angesichts der vielen Ausfälle nicht klar, ob das Spiel überhaupt stattfinden wird. „Wir sind täglich in Gesprächen mit dem DFB“, sagte Viktorias Sportdirektor Rocco Teichmann.

Als wären diese Negativnachrichten nicht schon genug, gab die Viktoria auch noch den Abgang von Tolcay Cigerci bekannt. Der 26-Jährige wechselt zum türkischen Zweitligisten Samsunspor, wie der Fußball-Drittligist mitteilte. „Nach intensiven Gesprächen haben wir Tollis Wunsch nach einem Wechsel in die Türkei zugestimmt. Wenn zudem bestimmte wirtschaftliche Angebote gemacht werden, die wir als aufstrebender Drittligist nicht ablehnen können, stehen wir einem Transfer auch nicht im Wege“, so Teichmann. 

Cigerci war 2021 zu Viktoria Berlin gewechselt. In 14 Drittliga-Spielen erzielte er sieben Tore und gab sieben Torvorlagen – mehr als jeder andere Berliner. Mit dem Wechsel in die Türkei gehe für ihn „ein Traum in Erfüllung“, sagte der Offensivspieler. Sein Abgang und die Corona-Sorgen machen die Aufgabe für Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato nicht gerade leicht. Gerade zu Beginn der Rückrunde wird ihm nicht viel übrig bleiben, als den von vornherein schon jungen Kader mit weiteren Jugend-Spielern aufzufüllen.

Ganz anders gestaltet sich die Situation beim 1. FC Magdeburg. Nach toller Hinrunde und der starken Vorbereitung in der Türkei kann es für den 1. FC Magdeburg nur ein Ziel geben: Aufstieg in die 2. Bundesliga. Unter Trainer Christian Titz gehört Magdeburg zu den Favoriten.