Alte Försterei: Union-Weihnachtssingen findet trotz Anschlag statt

Die Organisatoren lassen sich nicht vom Anschlag abschrecken: Am Freitagabend gehen im Stadion An der Alten Försterei wie geplant die Lichter aus. Auf den Rängen und im Innenraum werden dann Kerzen für weihnachtliche Stimmung sorgen. Zum 14. Mal beginnt das traditionelle Weihnachtssingen beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin. Die Veranstaltung, bei der Weihnachts- und Union-Lieder gesungen werden, ist seit Wochen mit 28 500 Besuchern ausverkauft.

„Das Weihnachtssingen wird wie gewohnt stattfinden. Inwieweit die Polizei verstärkte Maßnahmen ergreift, können wir noch nicht sagen. Da befinden wir uns noch in Gesprächen“, sagt Petra Mattuscheck, die Leiterin der Unternehmenskommunikation des 1. FC Union. Die Sicherheitslage sei beim Weihnachtssingen nicht anders als bei einem Fußballspiel. „Das führen wir alle 14 Tage durch. Die Lage hat sich vorerst nicht geändert. Es gab auch vorher schon eine Art von Bedrohung“, erklärt Mattuscheck.

Angefangen hat das Weihnachtssingen vor 13 Jahren mit 89 Teilnehmern. Die Sänger der ersten Stunde wollten sich besinnlich vom Jahr und anderen Fans verabschieden. Inzwischen ist es eine Massenveranstaltung.

Zum Weihnachtssingen verirren sich auch Menschen ins Stadion, die man sonst bei den Punktspielen nicht sieht. „Es haben sich auch Franzosen, Spanier, Finnen und Norweger angekündigt“, sagt Weihnachtssingen-Erfinder Torsten Eisenbeiser vom Fanclub Alt-Unioner. Union-Mitglieder erhielten eine Freikarte und konnten im exklusiven Vorverkauf vier weitere Tickets für Freunde und Familienmitglieder erwerben. „In den freien Verkauf am 11.11. gingen keine 4 000 Karten mehr“, berichtet Eisenbeiser. (dpa)

Für Interessenten, die keine Tickets mehr bekommen haben, überträgt der rbb ab 19 Uhr online im Livestream, die Höhepunkte werden um 22 Uhr im rbb-Fernsehen gesendet.