Berlin - Theofanis Eirini schläft schon seit einiger Zeit nicht mehr gut. Die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf seinen Verein beschäftigen den Präsidenten des FC Nordost auch dann, wenn er eigentlich abschalten sollte. Gerade hatte der 41-Jährige, der nicht nur Präsident, sondern auch Datenschutzbeauftragter des Marzahn-Hellersdorfer Fußballvereins ist, noch alles dafür getan, das Problem mit den Kontaktlisten zu lösen. Aber die neue Infektionsschutzverordnung, der Lockdown light, hat ihm in dieser Woche schon wieder andere, schwerwiegendere Herausforderungen beschert: Spielbetrieb ausgesetzt, Training untersagt - für Kinder, die älter sind als 12 Jahre.

„Wir hatten gestern Trainerversammlung. Da herrscht bei allen ein sehr großes Unverständnis. Wir werden als Sportvereine dafür geopfert, dass Kindergärten und Schulen aufbleiben können. Bisher waren wir immer die Psycho- und Sozialtante für die Jugend. Jetzt wird uns die Kompetenz plötzlich abgesprochen. Wie soll ich das vor den Kleinen begründen, dass sie vielleicht, ganz vielleicht, erst im Dezember wiederkommen dürfen?“, fragt Eirini.

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