Andreas Luthe wechselt vom FC Augsburg zum 1. FC Union.  
Foto:  imago images/Ralf Ibing /Pool/firo Sportphoto

BerlinErklären kann man das nicht, um den guten alten Werbeslogan der Neuköllner Gropius-Passagen zu bemühen. Zumindest auf den ersten Blick. Union schlägt auf dem Transfermarkt zu, hat mit Andreas Luthe einen neuen Keeper. Der ist ein Jahr älter als Rafal Gikiewicz, hat drei Bundesligaspiele weniger Erfahrung in einem Erstligator als der polnische Schlussmann (35 Partien für Union und Freiburg) und käme - Trommelwirbel, Tusch! - ausgerechnet vom FC Augsburg. Also von dort, wohin der eiserne Aufstiegsheld hingewechselt ist, nachdem Manager Oliver Ruhnert ihm den Aufstieg zum Gehaltsmillionär verwehrt hatte. 

Aber versuchen wir es doch einmal mit einer Erklärung für diesen wie ein Tauschgeschäft anmutenden Transfer. Natürlich hat er mit Geld zu tun. Der Zuschlag konnte nicht an den 25-jährigen Julian Pollersbeck gehen. Der stand lange Zeit auf dem Favoritenzettel der Köpenicker und wurde von einigen Medien schon vorschnell als Zugang verkündet. Weil der Hamburger SV den aus Lauterns Fußballschule stammenden Pollersbeck zwar gerne loswerden wollte, aber mit einer Ablöseforderung von rund zwei Millionen Euro die Verhandlungen reichlich vorbelastet hatte, musste sich Manager Oliver Ruhnert eben umorientieren. Welchen Sinn würde es ergeben, eine Ablösesumme im siebenstelligen Bereich zu löhnen, wenn man für rund ein Viertel des geforderten Geldes die Gehaltsansprüche von Gikiewicz vollumfänglich hätte erfüllen können? 

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