Aubin sauer: „Wir haben keine Leidenschaft gezeigt“

Die Berliner erleben bei der enttäuschenden Niederlage in Bremerhaven einen Rückfall. Vor den letzten beiden Hauptrundenspielen in der DEL hat der Meister ab...

ARCHIV - Serge Aubin, Trainer der Eisbären Berlin.
ARCHIV - Serge Aubin, Trainer der Eisbären Berlin.Matthias Balk/dpa/Archivbild

Bremerhaven (dpa/bb) –-Trainer Serge Aubin sparte nicht an Kritik, nachdem die Eisbären Berlin bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 2:3 im Penaltyschießen verloren hatten. „Für uns geht es jetzt um leidenschaftliches Eishockey, und ich finde, wir haben in den ersten vierzig Minuten keine Leidenschaft gezeigt“, sagte der Kanadier am Dienstagabend nach der ernüchternden Niederlage im Hauptrunden-Endspurt der Deutschen Eishockey Liga (DEL). „Wir waren nicht bereit, dieses Spiel zu spielen.“

Dass der amtierende Meister dank des gewonnenen Zählers bis auf zwei Punkte an Tabellenplatz zehn heranrücken konnte, weil die direkten Playoff-Konkurrenten erneut allesamt verloren, war für den Coach eher Nebensache: „Ich freue mich darüber, dass wir einen Punkt bekommen haben, aber ich bin mit dem Einsatz insgesamt nicht zufrieden. Wir müssen besser sein“, sagte Aubin.

Tatsächlich konnten die Hauptstädter, bei denen Kapitän Frank Hördler und Topscorer Marcel Noebels angeschlagen ausfielen, zu keinem Zeitpunkt an die vorherigen starken Vorstellungen in Mannheim (5:2) und gegen Ingolstadt (5:1) anknüpfen. „Wir haben nicht hart genug hinten gespielt“, räumte Verteidiger Jonas Müller bei Magentasport ein. „Wir haben einfach zu wenig Checks gefahren und zu wenig dagegengehalten.“

Trotz der Niederlage haben die Berliner aber noch gute Chancen, in die Playoffs einzuziehen. „Wir geben jetzt in den letzten zwei Spielen noch mal alles, wollen sechs Punkte holen und dann hoffen wir, dass wir es schaffen“, sagte Müller mit Blick auf die Begegnung bei den Augsburger Panthern am Freitag (19.30 Uhr, live bei Magentasport) und das Heimspiel gegen Schwenningen zum Hauptrundenfinale am Sonntag.

Bei aller gebotener Neutralität hätte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke nichts dagegen. Es sei für ihn natürlich „leichter, die Playoff-Zahlen zu kommentieren, wenn da eine Mannschaft mit 13.000 Zuschauern als eine mit 4000 Zuschauern spielt“, sagte Tripcke bei einer digitalen Medienrunde am Mittwoch. Sollte für die Eisbären nach der Vorrunde Schluss sein, sei das auch aus Vermarktungssicht „doof, denn dann fehlen uns vier Wochen Presse in Berlin übers Eishockey“.