Überwältigt vom Glücksmoment: Nadal nach seinem Sieg im Finale 2019.
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Berlin/New YorkDiese klare Entscheidung wie Rafael Nadal hat Angelique Kerber noch nicht getroffen. Anders als der spanische Ausnahmespieler wird die dreimalige Grand-Slam-Siegerin von den Machern der US Open auf der Internetseite des Turniers aufgeführt, sie steht etwas überraschend auf der Meldeliste für New York. Doch dass die 32-Jährige inmitten der Coronavirus-Pandemie tatsächlich antritt, ist alles andere als garantiert. Die Organisatoren halten momentan unbeirrt an ihrem Grand-Slam-Turnier fest. Die Absage von Nadal aber ist ein Rückschlag. Und wie viele Topspieler werden noch folgen?

„Das ist eine Entscheidung, die ich nie treffen wollte“, schrieb Titelverteidiger Nadal am Dienstagabend auf Twitter. „Aber ich habe mich entschlossen, diesmal meinem Herzen zu folgen, und vorerst reise ich lieber nicht.“ Schon am 31. August sollen die US Open beginnen. Bis zum 13. September sollen dann – ohne Zuschauer und unter strengen Sicherheitsmaßnahmen – die Sieger eines Topevents ermittelt werden, zu dem normalerweise Spieler aus der ganzen Welt anreisen.

Bei all den Fragezeichen, die die US Open umgeben, ist nun also immerhin klar, dass neben dem verletzten Schweizer Roger Federer ein weiteres Aushängeschild der Branche fehlen wird. „Die Situation ist weltweit sehr kompliziert, die Covid-19-Fälle nehmen zu. Es sieht so aus, als hätten wir noch keine Kontrolle darüber“, begründete er. Mit seinen Bedenken ist er nicht allein. Auch die Nummer eins der Frauen, die Australierin Ashleigh Barty, verzichtet auf eine Teilnahme. Der serbische Weltranglistenerste Novak Djokovic führt dagegen das vorläufige Teilnehmerfeld der Männer an, auch der beste deutsche Spieler Alexander Zverev wird dort wie erwartet aufgelistet.

Etliche Profis werden wohl kurzfristig über ihre Reise nach New York entscheiden. Denn vieles ist aktuell völlig unklar, etwa ob die Teilnehmer nach der Einreise in die USA erst einmal in Quarantäne müssen oder nicht. Und was passiert bei der Rückkehr nach Europa, wo im Anschluss die Tennis-Tour fortgesetzt werden soll?

Zu seinen Ambitionen für die French Open, die nur zwei Wochen nach den US Open angesetzt sind, hat sich Nadal am Dienstag übrigens nicht geäußert. Doch der Spanier wird sich auf Paris konzentrieren. Wie wacklig aber auch die Turnierpläne für Europa sind, hat sich ebenfalls am Dienstag gezeigt. Das in den September verlegte Event in Madrid wurde gestrichen.