Berlin - Die Pflichtaufgabe nach dem komfortablen Hinspielsieg haben die Füchse Berlin bereits am Dienstagabend gemeistert. Auch wenn das Rückspiel gegen den polnischen Klub Azoty-Pulawy phasenweise nicht gerade souverän wirkte, landeten die Berliner im Topf, aus welchem am Donnerstag die Gruppen zugelost wurden. In Gruppe A werden es die Füchse Berlin in den kommenden Wochen mit Wisla Plock, dem letztjährigen Final-Four-Teilnehmer, Tatran Presov, dem zehnmaligen Schweizer Meister Pfadi Winterthur, Fenix Toulouse und Bidasoa Irun zu tun bekommen.

Bob Hanning legt Amt als Vizepräsident im DHB nieder

Für Bob Hanning ist es „eine interessante Gruppe, die uns alle Möglichkeiten lässt, ins Achtelfinale einzuziehen. Dazu ist es eine Rundreise durch Europa“, sagte der Geschäftsführer, auf den ein spannendes Wochenende wartet. „Erst präsentiere ich mein Buch, dann werde ich mit ein paar Freunden ein bisschen feiern und das Kapitel DHB bei dem ein oder anderen guten Glas Rotwein ad acta legen“, sagte der scheidende Vizepräsident des Deutschen Handballbundes. Nach acht Jahren wird er dieses Amt nun endgültig niederlegen.

Während seiner Zeit als Vizepräsident holte Deutschland unter der Leitung von Coach Dagur Sigurdsson den Europameistertitel 2016 in Polen und gewann Olympia-Bronze im selben Jahr in Rio de Janeiro. „Das sind Dinge und Erfolge, die ich nie vergessen werde. Viel wichtiger ist mir aber, dass wir eine neue professionelle Struktur und eine ganz neue Kultur in diesen Verband implementiert haben“, sagte Hanning. Der DHB sei zudem wirtschaftlich bestens aufgestellt: „Heute können wir uns aussuchen, wen wir auf die Brust nehmen.“

In Zukunft aber liegt sein Fokus wieder verstärkt auf den Füchsen. Mittelfristig wollen die Berliner um die Deutsche Meisterschaft mitspielen und die Champions League erreichen. Kurzfristig ist das abermalige Erreichen des Final Four in der European League eins der Ziele. Dort waren die Füchse in der abgelaufenen Spielzeit erst im Endspiel am SC Magdeburg gescheitert. Doch Sportvorstand Stefan Kretzschmar warnt bereits vor zu hohen Erwartungen: „Es gibt dieses Jahr viel mehr Favoriten, das Final Four zu erreichen.“

Stefan Kretzschmar sieht schwere Gegner für die Füchse

Schon in der eigenen Gruppe – einer von insgesamt sechs – gebe es aus Kretzschmars Sicht in Plock einen Anwärter auf das Final Four, der, genau wie Tatran Presov, schon in der Champions League gespielt hat. „Toulouse hat sich in einer immer stärker werdenden französischen Liga etabliert. Pfadi Winterthur kämpft mit Schaffhausen jedes Jahr um die Schweizer Meisterschaft. Rundum gibt es keinen leichten Gegner in dieser Gruppe, die eine tolle Herausforderung für uns sein wird“, so der Sportvorstand. Die Gruppenphase startet am 19. Oktober und wenn der Titel am Wochenende des 28.und 29. Mai 2022 vergeben wird, wären die Füchse gerne noch dabei.