Berlin - Nach dem Erreichen des Zwischenziels gönnte Trainer Serge Aubin den Profis der Eisbären Berlin eine kurze Pause. „Die Mannschaft braucht Erholung“, sagte der 46 Jahre alte Kanadier: „Wir werden uns einen Tag freinehmen und dann wieder an die Arbeit gehen.“ Das Spiel am Ostersonntag beim EHC Red Bull München (14.30 Uhr/Magentasport) wird ein Gradmesser für die Titelambitionen der Berliner.

Durch das 1:0 gegen die Straubing Tigers am Mittwochabend stehen die Hauptstädter als Tabellenführer der Nordgruppe in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sicher im Playoff-Viertelfinale. Bei noch acht Hauptrundenspielen ist ihnen das rechnerisch nicht mehr zu nehmen.

Im Duell arg strapazierter Teams taten sich die Berliner gegen Straubing allerdings lange schwer, ehe der Sieg nach einem späten Unterzahltor von Giovanni Fiore feststand. „Wir haben zwei Mannschaften gesehen, die vier Spiele in sechs Tagen bestritten haben. Man konnte die Müdigkeit erkennen“, sagte Aubin. „Beim Stand von 0:0 nach zwei Dritteln lief es darauf hinaus, wer den Durchbruch schafft, und wir haben unsere Chance genutzt.“

Den Berlinern gelang es, aus den von Aubin angesprochenen Begegnungen alle zwölf Punkte mitzunehmen, obwohl sie gegen Straubing auf fünf Angreifer, darunter Leistungsträger wie Kris Foucault und Zach Boychuk, verzichten mussten. So übernahmen Talente wie Haakon Hänelt und Fabian Dietz größere Rollen. „Sie waren ein wichtiger Faktor für uns“, sagte Kapitän Frank Hördler. „Sie haben viel investiert, viel eingesteckt und viel ausgeteilt. Wir sehen, dass wir von der Tiefe des Kaders her sehr gut aufgestellt sind.“