Die Abdeckmatten werden später das Eis isolieren.
Foto: Moritz Eden/City-Press

Berlin-FriedrichshainAus Eishockey mach Basketball. Und das innerhalb weniger Stunden, damit an einem Tag zwei Veranstaltungen steigen können. Erst Eisbären Berlin gegen Mannheim (13.15 Uhr) und danach das Pokalfinale zwischen Alba Berlin gegen Oldenburg (20.30 Uhr). Am 16. Februar wird zum ersten Mal seit der Eröffnung der Arena am Ostbahnhof im Jahr 2008 das passieren, was die Betreiber schon vor dem ersten Spiel in Aussicht gestellt hatten: ein schneller Umbau, so dass an einem Tag beide Berliner Teams spielen können. Damit auch ja nichts schiefgeht, hat es am Sonntag einen Probelauf gegeben. Ganz so richtig gewählt ist dieser Begriff aus Sicht von Mathias Zentner allerdings nicht. „Es ist kein Probelauf, sondern ein Training“, sagt der Produktionsmanager.

Wie am 16. Februar machten auch diesmal die Eisbären den Anfang. Durch Tore von Marcel Noebels und PC Labrie hatten sie ihr Punktspiel gegen Schwenningen um 19:19 Uhr mit einem 2:1-Sieg beendet und Platz vier in der Tabelle gefestigt. Rund 25 Stunden später, am Montagabend um 20.30 Uhr, wird Alba Berlin in der Bundesliga gegen Crailsheim spielen. Und so war nach der Schlusssirene auch erst einmal alles so, wie sonst auch. Die Verabschiedung beider Teams auf dem Eis, die Interviews der Protagonisten und Eisbären-Fans, die ihre Mannschaft feierten. Eine kleine Ehrenrunde von Geburtstagskind Frank Hördler und anschließend auch noch eine Runde der Eisbären. Auch nach dem Spiel gegen Mannheim am 16. Februar werden die Fans darauf nicht verzichten müssen. Niemand wird aus der Halle geworfen. „Wenn wir keinen Puffer hätten, hätten wir uns dagegen entschieden“, sagt Zentner, während bereits die ersten Umbauhelfer in die Arena kommen.

Die Fahrzeuge brauchen Platz

Eingeteilt ist das Umbau-Team in vier verschiedene Gruppen. Helfer mit gelben, blauen und orangenfarbigen Leibchen sind in der Arena zu sehen, andere bereiten in den Katakomben der Halle alles vor und tragen weiße Leibchen. „Im ersten Schritt wird viel gemeinsam gemacht“, so Zentner, „erst danach spezialisieren sich die Gruppen.“

Während die Reinigungskräfte bereits Vorarbeitet geleistet und dafür gesorgt haben, dass die Tribünen zum Teil eingefahren und angehoben werden können, werden erste Sitze abgebaut, ein paar Banden vom Eishockeyfeld entfernt. „Es geht darum, Bewegungsfreiheit zu schaffen“, sagt der Produktionsmanager.

Bewegungsfreiheit für Arbeitsgruppen, aber vor allem für kleine Fahrzeuge: Gabelstapler, Hubmaschinen und die Wagen mit den Abdeckmatten. Diese isolieren das Eis, das dauerhaft in der Halle ist, von dem Parkett, das am Ende ausliegen wird. Jeder Handgriff sitzt, das Team funktioniert. Nach und nach verschwinden die Banden. Aus Eishockey mach Basketball. Beim Probelauf klappte alles reibungslos.