Neuer Job? Trainer Claus Dieter Pele Wollitz 1. FC Magdeburg übt Speerwurf.
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MagdeburgClaus-Dieter Wollitz ist nicht mehr Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg. Nach nur elf Begegnungen endet die Zusammenarbeit auf die schlechteste aller Arten: per Trennung. Am Mittwochabend verkündete der Vorstand der Magdeburger das sofortige Ende für den 54-Jährigen bei dem ostdeutschen Traditionsverein. Nun soll Thomas Hoßmang, ehemaliger Bundesliga-Profi bei Dynamo Dresden und Energie Cottbus, den Klub aus Sachsen-Anhalt vor dem Absturz in die Regionalliga retten.

„Wir befinden uns weiterhin in einer sportlich bedrohlichen Situation und haben uns deshalb aufgrund der sportlichen Entwicklung seit dem Restart und in Abstimmung mit den Gremien des 1. FC Magdeburg entschlossen, eine Veränderung in der sportlichen Leitung des Teams vorzunehmen“, sagte Geschäftsführer Mario Kallnik.  Wollitz war erst in der Winterpause verpflichtet worden, die erhoffte Wende brachte er nicht.

Letzter Tiefpunkt war die 1:3-Niederlage beim FC Hansa Rostock am Dienstag. Danach steht Magdeburg nur dank der besseren Tordifferenz noch über den Abstiegsplätzen in der 3. Liga.Er selbst wird in Personalunion noch als Sportlicher Leiter fungieren und aus dieser Position heraus Hoßmang und den Trainerstab unterstützen.

Der 53-jährige Hoßmang ist seit 2014 Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. „Thomas Hoßmang ist mit dem 1. FC Magdeburg vertraut und kann innerhalb kürzester Zeit die Arbeit mit unserer Mannschaft aufnehmen. Bei diesen Entscheidungen geht es einzig und allein um den 1. FC Magdeburg“, sagte Kallnik.

Der neue Mann muss schnellstmöglich das beim Zweitliga-Absteiger schaffen, was zuvor Stefan Krämer und danach Wollitz in dieser Saison nicht vermochten: Selbstvertrauen vermitteln. Denn weitgehend haben die Magdeburger nach dem Abstieg die Mannschaft zusammengehalten. Doch das sah man auf dem Platz nicht. Wollitz geht mit einer schwachen Punktebilanz von 0,97 pro Spiel. Seit dem Neustart der Liga nach der Corona-Pause holte er ganze vier Zähler in vier Spielen.

Dabei war Wollitz ein lautstarker Verfechter eines Saisonabbruchs. Er ahnte womöglich, dass sein Team nicht die Qualität erreichen werde, um im Abstiegskampf zu bestehen. Nach der Niederlage in Rostock wirkte er resigniert, von seiner bekannt forschen Art war nichts mehr zu sehen. Hoßmang hat nun noch sieben Spiele Zeit, den Abstieg zu verhindern. Bereits am Donnerstag nimmt er das Training mit der Mannschaft auf und erlebt am Samstag in der Heimpartie gegen Viktoria Köln (14.00/Magentasport) seine Premiere als Chefcoach.