Hamburg - Die russischen Beschwerden gegen einen Ausschluss von internationalen Fußball-Turnieren und -Wettbewerben sollen im Juli vor dem Sportgerichtshof Cas in Lausanne in der Schweiz angehört werden.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP sind zwei Termine vorgesehen. Am 5. Juli soll es um die Beschwerde des russischen Fußballverbands gegen die gemeinsame Entscheidung von UEFA und FIFA gehen, die russische National- und Vereinsmannschaften wegen des Einmarsches in die Ukraine suspendiert hatten.

Die zweite Anhörung am 11. Juli betreffe einen Einspruch von vier russischen Teams, darunter auch der nationale Meister Zenit St. Petersburg, die sich gegen einen Ausschluss von den Club-Wettbewerben der UEFA wehren. Die Termine müssen vom Cas noch offiziell bestätigt werden. Die Anhörungen können eine Signalwirkung für weitere olympische Sportarten haben, in denen russische Clubs ebenfalls suspendiert sind.

Auswirkungen auf die Europameisterschaft der Frauen im Juli in England sowie die Weltmeisterschaft der Männer im November und Dezember in Katar seien nach AP-Informationen nicht zu erwarten. Ein positiver Entscheid der Vereinsbeschwerde am 11. Juli könne aber zur Startberechtigung der russischen Clubs in der Saison 2022/23 führen.