Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin will auch beim Rasenturnier in Berlin jubeln.
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BerlinRund 100 Tage vor dem Start des WTA-Rasenturniers in Berlin füllt sich das Teilnehmerfeld mit prominenten Namen. „Wir freuen uns sehr, dass die amtierende Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin zugesagt hat“, sagte Turnierdirektorin Barbara Rittner am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Kenin habe durch ihren Erfolg beim Rasenturnier 2019 auf Mallorca gezeigt, dass sie auf dem Belag attraktives Tennis spielen könne. Aktuell ist die 21-Jährige aus den USA Weltranglisten-Fünfte.

Auch die 15 Jahre alte Amerikanerin Cori Gauff wird neben den deutschen Top-Spielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges im Juni auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß aufschlagen. „Für mich ist sie momentan die Spielerin mit der größten Strahlkraft“, sagte die ehemalige Fed-Cup-Chefin Rittner über Wunderkind Gauff. „Mit ihren 15 Jahren spielt sie unglaublich attraktives Tennis und hat trotzdem ihre jugendliche Unbekümmertheit nicht verloren.“ Gauff gewann im Oktober 2019 als 15-Jährige ihr erstes Profiturnier in Linz und befindet sich momentan auf Weltranglistenplatz 51.

Die Hälfte der Tickets ist verkauft

„Ich bin mir sicher, dass wir noch einige Top-10-Spielerinnen gewinnen können“, sagte Rittner. Sie rechne am Ende mit sechs der zehn Besten. Der Zuspruch des Berliner Tennispublikums ist laut Veranstalter Edwin Weindorfer jetzt schon da. „Wir haben rund die Hälfte der 40 000 Tickets verkauft. Wir spüren Berlins Lust, internationales Spitzen-Tennis in der Hauptstadt zu erleben.“

Ob auch die ehemalige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (2013) beim Turnier an der Hundekehle aufschlagen werde, ließ Rittner offen - gab sich aber zuversichtlich. „Sie ist immer ein Thema für eine Wildcard. Es gibt gute Chancen, dass sie kommen wird.“ Auch mit Steffi Graf sei sie in Kontakt und versuche, die Rekordsiegerin des Turniers als Gast nach Berlin zu holen.

Die mit 765 000 Euro dotierte WTA-Veranstaltung wird vom 13. bis 21. Juni auf Rasen stattfinden, bis 2008 wurde das Turnier auf Sandplätzen gespielt. Das Stadion ist nach Steffi Graf benannt.