Straftraining ist ein hässliches Wort, weil Strafe eher nach kriminellen Machenschaften klingt als nach einer fahrlässig herbeigeführten Niederlage in einem Basketballspiel. Akeem Vargas nennt es deshalb lieber „eine Art Wir-haben-vier-Spiele-verloren-und-müssen-jetzt-mehr-trainieren-Training“. Im Ergebnis lief es für den Guard und seine Teamkollegen bei Alba Berlin auf dasselbe hinaus: Am Montagmorgen erschienen sie um 7 Uhr in der Sporthalle an der Schützenstraße. Ihr Trainer Sasa Obradovic hatte das am Vorabend nach dem 69:80 (32:48) gegen Bremerhaven noch in der Kabine angeordnet. „Unter Druck reagieren wir nicht gut“, hat er kurz darauf mit rauer Stimme gesagt. Für den Druck haben seine Spieler selbst gesorgt. Das ist das Problem.

Bereits vor der Saison hat Obradovic darauf hingewiesen, dass sie mit ihrer zur Hälfte neu zusammengestellten Mannschaft durch Täler gehen werden. Nach acht Siegen in Serie ist es nun soweit, allerdings anders als erwartet. Seit dem 90:74-Erfolg über den FC Bayern Mitte November haben sie nur Niederlagen kassiert. Die gegen Oldenburg in der Bundesliga und im Eurocup gegen Reggio Emilia waren nicht selbst verschuldet, davor gegen Ludwigsburg aber und danach gegen Bremerhaven haben sie sich mit einem laschen Start zu Fall gebracht. Heute empfangen sie in der Arena am Ostbahnhof Le Mans Sarthe. Mit einem Sieg können sie in die nächste Runde des Eurocup einziehen. Eine Schlappe würde die Lage verschärfen. Albas Geschäftsführer Marco Baldi sagt: „Wie gut wir wirklich sind, wird man jetzt sehen.“

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