Dennis Schröder ging aus vollem Lauf zu Boden, Pau Ribas wusste gar nicht, wie ihm geschah. Der Spanier hatte den deutschen Spielmacher verfolgt, nun kugelten sie übers Parkett. Ein Pfiff, drei Freiwürfe für Schröder, weil er jenseits der Dreier-Linie zu Fall kam. Er trat an die Linie. Der erste Ball war drin, der zweite ebenfalls, der dritte hopste auf den Ring, hopste herunter, und es sah in diesem Moment so aus, als würde er dort unten auf den Boden der Arena am Ostbahnhof einen Schlusspunkt hintupfen: 76:77. Sieben Sekunden später hatten die deutschen Basketballer gegen die Spanier verloren. Das letzte Spiel der Gruppe B am gestrigen Abend war auch das letzte Spiel für Schröder und seine Teamkollegen bei der Europameisterschaft.

Wieder gingen sie mit hängenden Köpfen in die Kabine, wieder wütende Schreie und Schläge gegen Werbebanden, Türen, wie schon bei den knappen Niederlagen zuvor. In der letzten hatte sich noch einmal diese EM der Deutschen verdichtet wie unter einem Brennglas. Sie waren von Beginn voll da, wie immer in diesem Turnier, von der Niederlage gegen die Türkei abgesehen. Selbst nach einem Lauf des Gegners und ihrem 52:65-Rückstand in der 34. Minute gaben sie nicht auf, kämpften sich zurück und hatten den Sieg vor Augen, so wie schon gegen Serbien und Italien. „Bitte geh rein, bitte geh rein“, beschrieb Center Tibor Pleiß seine Gedanken beim Showdown an der Freiwurflinie.

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