Bayern entzaubert: Flick-Party motivierte Köln-Coach Janßen

Seinen vielleicht größten Auftritt als Fußballer hatte Olaf Janßen ausgerechnet gegen den FC Bayern München - und die besondere Motivation dazu bekam er von ...

ARCHIV - Spielte einst mit Hansi Flick beim 1. FC Köln: Olaf Janßen.  pa
ARCHIV - Spielte einst mit Hansi Flick beim 1. FC Köln: Olaf Janßen. paRobert Michael/dpa-Zentralbild/d

Köln (dpa)-Seinen vielleicht größten Auftritt als Fußballer hatte Olaf Janßen ausgerechnet gegen den FC Bayern München - und die besondere Motivation dazu bekam er von Hansi Flick.

Wenn er das Datum 13. Oktober 1990 hört, funkeln beim Trainer des Fußball-Drittligisten Viktoria Köln die Augen. „Das war wahrscheinlich mein bestes Bundesliga-Spiel. Das bleibt immer in Erinnerung“, sagte Janßen, der mit der Viktoria am Mittwoch (20.46 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokal den FC Bayern empfängt.

Sein damaliger Mitspieler Flick, der 2020 als Coach des FC Bayern sechs Titel in einem Jahr holte und inzwischen Bundestrainer ist, hatte schon vor dem legendären 4:0-Sieg des 1. FC Köln die gesamte Mannschaft für nach dem Spiel zu sich nach Hause nach Weilerswist eingeladen. „Wahrscheinlich hat uns das doppelt motiviert“, sagte Janßen der Deutschen Presse-Agentur: „Wir wollten mit möglichst fröhlichem Gesicht feiern.“

Sportstudio statt Party bei Flick

Nur einer stieß erst nachts hinzu - Olaf Janßen. Als überragender Spieler der Partie war der Mittelfeldspieler spontan abends ins Aktuelle Sportstudio des ZDF eingeladen worden. Aus dem Studio richtete er Grüße ins Hause Flick. „Es war ja davon auszugehen, dass die Party etwas größer ausfallen wird“, sagte er lachend: „Die Bayern 4:0 aus dem Stadion zu schießen, passiert nicht alle Tage.“ Zumal sie auch damals schon als Meister kamen, mit Trainer Jupp Heynckes und Spielern wie Stefan Effenberg, Olaf Thon oder Jürgen Kohler.

Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich erzählte später, dass sogar einige Bayern-Spieler bei der Party anwesend waren. Auf jedem Fall sei der Abend „legendär“ gewesen. Wunderlich war damals dabei, weil er ebenfalls beim FC spielte und in der 80. Minute für Janßen eingewechselt wurde. Es war einer von nur zwei Bundesliga-Einsätzen des heutigen Viktoria-Machers.