Berlin - Biathlet Benedikt Doll hat beim Heim-Weltcup in Ruhpolding hauchdünn den Sieg verpasst, mit einem zweiten Platz kurz vor Olympia aber reichlich Selbstvertrauen gesammelt. Der 31-Jährige blieb im Sprint über zehn Kilometer am Donnerstag erstmals in dieser Saison fehlerfrei und musste sich nur um 7,2 Sekunden dem ebenfalls makellosen französischen Gesamtweltcupführenden Quentin Fillon Maillet, der seinen vierten Saisonsieg feierte, geschlagen geben.

Auch Erik Lesser durfte mit einem Fehler im Stehendschießen und Platz sechs (+43,3) mit seinem besten Saisonergebnis und einer guten Ausgangslage für den Verfolger am Sonntag (14.45 Uhr) zufrieden sein. „Es hat Bock gemacht, mich richtig zu schinden“, sagte der 33-Jährige im ZDF glücklich. Die Skijäger des Deutschen Skiverbandes (DSV) freuten sich über ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis, obwohl Johannes Kühn wegen einer Corona-Infektion derzeit aussetzen muss. David Zobel (1/+1:10,8) überzeugte in seinem ersten Saisonrennen als starker 24. und verpasste die halbe Olympia-Norm nur knapp.

Roman Rees landete mit einem Fehler (+1:04,2) auf dem 20. Platz, der laufstarke Philipp Nawrath (3/+1:24,7) platzierte sich mit drei Schießfehlern auf Rang 41. Am Freitag steht in Ruhpolding die Staffel der Frauen (14.30 Uhr) auf dem Programm, ehe die Männer am Samstag (14.30 Uhr/alles ZDF und Eurosport) ihr Staffelrennen absolvieren.