Was soll man sagen, wenn die große Sause schon wieder ausgefallen ist? Mehr als 3000 Zuschauer waren am Sonnabend zum Heimspiel des BFC Dynamo gegen den Berliner AK gekommen. Sie wollten die Meisterschaft mit den Regionalliga-Fußballern aus Hohenschönhausen feiern. Ein Punkt hätte genügt, um rechnerisch kein Schlupfloch mehr für den Tabellenzweiten Carl Zeiss Jena zu lassen. Aber dann setzte es für den BFC Dynamo eine 1:2 (1:2)-Niederlage.

Dabei sah es erst mal nach Feiermodus aus: Christian Beck gelang nach etwas mehr als einer Viertelstunde sein 22. Saisontreffer. Doch dann drehte der BAK das Spiel innerhalb von zwei Minuten. Erst traf Philip Fontein mit einem 17-Meter-Flachschuss, dann flankte Änis Ben-Hatira in den Strafraum, am langen Pfosten musste dann Sebastian Hertner vor BAK-Stürmer Joel Richter retten, doch der Ball prallte von Hertners Brust ins eigene Tor.

Die Party wird wohl am letzten Spieltag im Jahnsportpark steigen

BFC-Spieler Niklas Brandt schimpfte: „Wir haben zweimal alles andere als männlich verteidigt und bekommen zwei Gurkentore. Es ist schwer zu sagen, warum es nicht geklappt hat.“ Danach wurde es ruhig auf der Tribüne und noch ruhiger auf dem Platz. In der Schlussphase versuchte der BFC zwar Druck zu machen, der Ausgleich fiel aber nicht mehr, auch weil der BAK stabil verteidigte.

„Es ist schade, dass wir es noch nicht ganz geschafft haben, dann eben halt nächste Woche“, sagte Torschütze Beck trotzig. Trainer Christian Benbennek meint, dass es weder vorige Woche in Fürstenwalde noch daheim gegen den BAK geklappt habe, den Deckel drauf zu machen, habe auch damit zu tun, dass er schon aus dem Augenwinkel den Pokal im Stadion gesehen habe. Die Woche zuvor sei ihm schon gratuliert worden. „Das sind alles keine guten Omen. Man soll erst dann gratulieren, wenn man es wirklich fix hat. Das hat auch immer was mit Respekt vor dem Gegner zu tun. Wir sind jetzt ganz kurz davor, aber wir dürfen uns offiziell noch nicht freuen.“

Die Party wird dann aber wohl am Sonntag im Jahnsportpark gegen Altglienicke steigen – vermutlich sogar bei einer Niederlage. Denn Verfolger Jena hat 13-Plus-Tore weniger. „Wir müssen weiter alles reinlegen, was wir haben im Spiel gegen Altglienicke“, sagt Benbennek. „Wir bereiten uns top auf den nächsten Gegner vor, egal, wie viel Abstand da ist. Wir sind am besten damit beraten, wenn wir das spielen wie immer.“