Eklat beim Bundesligaspiel zwischen Schalke und dem HSV: Während die Profis des HSV nach dem Abpfiff ausgelassen den Punkt feierten, lieferten sich Hamburger Fans wilde Schlägereien mit Schalker Anhängern und der Polizei. Im Stadion, aber auch später in der Stadt, kam es zu Ausschreitungen.

Die traurige Bilanz: Zwei Hamburger Fans mussten schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden, drei Beamte wurden verletzt, drei Schläger festgenommen.

Die Polizei war bereits vor und während der Partie in Alarmbereitschaft versetzt worden, weil rivalisierende und gewaltbereite Anhänger beider Vereine immer wieder versuchten, im Bereich der Arena aufeinander zu treffen.

In der Schlussphase des Spiels sei dies auf der Südtribüne geschehen, doch die Beamten schritten laut Pressemitteilung „sofort konsequent“ ein und konnten die Auseinandersetzung unterbinden.

Kinder versteckten sich weinend hinter Betonpfeilern

Doch das lief offenbar alles andere als reibungslos ab. Ein Augenzeuge berichtete der ”MOPO” von „schlimmen und brutalen Szenen“, sogar Frauen und Jugendliche seien attackiert worden, Kinder versteckten sich weinend hinter Betonpfeilern, waren aufgelöst und total geschockt.

Seine Schilderung: „Kurz vor dem Abpfiff sind etwa 40 Schalker Hooligans in den Sitzplatzblock mit HSV-Fans gestürmt und haben wahllos draufgehauen, auch auf Jugendliche und Frauen. Die Ordner wurden einfach überrannt. Irgendwann kam die Polizei und hat sich mit den Schalkern geprügelt. HSV-Ultras aus dem Stehplatzbereich haben dann versucht, die Glasscheiben kaputtzutreten, um sich die Schalker zu greifen. Daraufhin hat die Polizei massiv Reizgas eingesetzt.“