Berlin - München, die vierte. Würde man die Spieler von Alba Berlin aus dem Schlaf wecken, sollte mittlerweile jeder von ihnen die Bahnhöfe auf der Zugstrecke in die bayerische Landeshauptstadt fehlerfrei aufsagen können. In Bundesliga und Euroleague führte der Weg Anfang Februar und Ende April jeweils nach München – zudem hatte die Mannschaft um Ben Lammers Mitte April eine Zugfahrt nach Bayern absolviert. Nach der kurzfristigen Absage des Top Four um den BBL-Pokal wegen zwei Corona-Fällen im Team der BG Göttingen aber musste der Center mit seinen Teamkollegen unverrichteter Dinge und ohne Spielminute wieder abreisen. An diesem Wochenende nun soll am Finalort München alles besser klappen. „Wir freuen uns sehr darauf, am Wochenende die Chance zu haben, den Titel zu verteidigen“, sagt Lammers.

Alba Berlin könnte elften Titel gewinnen

Endlich möchte auch er mit den Berlinern einen ersten Titel gewinnen, am Sonnabend (19.30 Uhr, kostenlos auf Twitch und Magentasport) die BG Göttingen und am Sonntag (15 Uhr) den Sieger des Duells Bayern München gegen Ulm bezwingen. Mit zwei Siegen wäre Alba Berlin zum elften Mal Titelträger und damit alleiniger Rekord-Pokalsieger. Natürlich gilt der Titelverteidiger im Vergleich mit Göttingen als Favorit. Nicht nur wegen der zwei Siege in der regulären Saison, sondern auch wegen der Belastung der BG nach zweiwöchiger Quarantäne.

Fünf Spiele musste der Tabellenzwölfte zwischen dem 2. und dem 11. Mai absolvieren und verlor dabei nicht nur viermal, sondern auch viel Energie. Und doch gilt die Rechnung mit den zwei Siegen in zwei Spielen am Wochenende in München auch für die Niedersachsen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Göttinger mit sehr viel Energie ins Halbfinale gehen, und dafür Antworten parat haben“, sagt Ben Lammers.

Denn während für ihn und seine Teamkollegen am 20. April die Playoff-Serie gegen die Hamburg Towers beginnt, gehen die Göttinger nach dem Top Four in den Sommerurlaub. Für die Berliner aber bietet das Turnier nicht nur die Chance auf die Titelverteidigung, sondern kommt auch deshalb terminlich gar nicht so ungelegen, „weil es ein weiterer Motivationsschub vor den Playoffs wäre“, so Lammers.

Erste zwei Spiele gegen Hamburg Towers in eigener Halle

Und genau die können die Berliner im Duell mit den Hamburg Towers zum Auftakt gleich gebrauchen, immerhin gingen ja beide Saisonspiele verloren. Mittlerweile steht auch der Spielplan und sieht nächste Woche Donnerstag (19 Uhr) und Sonnabend (20.30 Uhr) jeweils Heimspiele für die Berliner vor. Spiel drei ist für den 24. Mai (18 Uhr) in Hamburg angesetzt, auch eine mögliche vierte Partie würde am 26. Mai (20.30 Uhr) in der Hansestadt ausgetragen. Bräuchte es in dieser Serie gar ein fünftes Spiel, würde das am 28. Mai (19 Uhr) wieder in Berlin stattfinden. Doch erst einmal heißt das Reiseziel München, das sportliche Ziel Pokalsieg.