Es lief gerade die 65. Minute, als es plötzlich hitzig zuging. Union-Kapitän Benjamin Kessel hatte soeben an der Außenbahn seinen Braunschweiger Gegenspieler gefällt und sah dafür folgerichtig Gelb. Es folgte ein kurzer und heftiger Wortwechsel zwischen ihm, dem früheren Braunschweiger, und dem Torwart-Trainer der Eintracht Alexander Kunze. Man musste kein professioneller Lippenleser sein, um zu erkennen, dass sich Kessel und die Braunschweiger Bank keine wohlmeinenden Ratschläge oder gar Liebesgrüße zuwarfen.

Kessel wollte dieser Situation keine große Bedeutung beimessen, er und Kunze sind schon lange auch gute Freunde: „Das sind Emotionen auf dem Platz. Die sind nach dem Spiel ja auch schnell vergessen.“ Diese Emotionen in der 65. Minute waren war aber vor allem auch ein Zeichen. Braunschweig hatte wenige Minuten zuvor zum 1:1 ausgeglichen. Die Partie nahm wieder sichtlich Fahrt auf und es stand zu befürchten, dass Bobby Woods 14. Saisontreffer vielleicht zu wenig sein könnte in dieser Druckphase der Niedersachsen.

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