Berger zu Krebstherapie: Erste Untersuchungen sehen gut aus

Die an Krebs erkrankte Fußball-Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger muss noch länger abwarten, ob ihre Therapie angeschlagen hat.

ARCHIV - Ann-Katrin Berger steht beim FC Chelsea im Tor.
ARCHIV - Ann-Katrin Berger steht beim FC Chelsea im Tor.Tim Goode/PA Wire/dpa

Frankfurt/Main-Die an Krebs erkrankte Fußball-Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger muss noch länger abwarten, ob ihre Therapie angeschlagen hat.

„Die ersten Untersuchungen sehen gut aus. Aber die Tablette wirkt gerade in meinem Körper noch weiter und arbeitet. Wie erfolgreich das ist, erfahre ich im Dezember“, sagte die 32-Jährige vom englischen Spitzenclub FC Chelsea in einem Interview der „Bild am Sonntag“. 

Bei Berger war im November 2017 erstmals Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden. Nach einer Operation und Behandlung stand sie bereits Anfang 2018 wieder auf dem Platz. In diesem Sommer gehörte sie bei der EM in England als Ersatzkeeperin zum Aufgebot des deutschen Nationalteams. Danach machte sie öffentlich, dass der Krebs zurückgekehrt sei. Berger trainiert und spielt schon länger wieder.  

„Ich habe die Ergebnisse und einen Termin für eine Radio-Jod-Therapie bekommen. Dabei nimmt man eine Tablette, die dich radioaktiv macht und im Körper die Zellen gezielt angreift“, erklärte Berger. „Für diese Behandlung ist man einige Tage allein in einem Zimmer eingesperrt, darf keinen Kontakt nach außen haben. Es war die gleiche Therapie, die mir bei der ersten Erkrankung schon geholfen hatte.“ 

Zuletzt waren in der Männer-Bundesliga Fälle von Hodenkrebserkrankungen bekannt geworden. „Das tut mir sehr leid, egal ob Fußballer oder nicht. Vielleicht tritt es häufiger auf, weil sich die Gesellschaft nicht gerade gesünder ernährt“, sagte die gebürtige Schwäbin Berger, die früher unter anderem bei Turbine Potsdam spielte, dazu. „Aber vor allem wird die Krankheit öfter erkannt. Es gibt mehr und bessere Untersuchungen. Jede erkannte Krebserkrankung ist gut, weil die Heilungschancen steigen. Man kann nur sagen: Leute, testet euch!“