Das Gelände des Flughafen Tegel wird zukünftig nicht das geplante Stadion von Hertha BSC beheimaten.
dpa: Christoph Soeder

BerlinDas Flughafengelände Tegel ist für das geplante neue Stadion von Fußball-Bundesligist Hertha BSC nur bedingt geeignet. Das geht aus den Antworten der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski hervor. Mit den Beteiligten sollen weitere Flächen geprüft werden, die für das geplante neue Stadion in Frage kommen. Man wolle eine «geeignete Abwägungsgrundlage zur Entscheidungsfindung», hieß es.

«Die Vorprüfung kam zu dem Ergebnis, dass keiner der Standorte uneingeschränkt für einen Stadionneubau geeignet ist, wobei sich der Zentrale Festplatz unter den vier betrachteten Standorten am ehesten als Standort für einen Stadionneubau eignen würde», hieß es dort auf die Frage, welche Erkenntnisse der Berliner Senat über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Bau eines möglichen Fußball-Stadions zum jetzigen Zeitpunkt habe.

Die zuständige Senatsverwaltung erklärte weiter, dass die anschließende «vertiefende Machbarkeitsstudie für den Festplatz» einerseits Realisierungsoptionen aufgezeigt, «andererseits große Herausforderungen und Aufwendungen insbesondere hinsichtlich verkehrlicher Erschließung und der Lösung erforderlicher Lärmschutzerfordernisse ausgewiesen» habe. Dazu wolle der Berliner Senat «nochmals Lösungsvorschläge» suchen.

Für Hertha BSC wäre der Festplatz ohnehin nicht die bevorzugte Lösung. Der Verein wünscht sich eine neue Spielstätte auf dem Olympiagelände oder dem Maifeld. Diese beiden Standorte sind dem Senat zufolge aber nicht tragbar. Zum einen konnte sich Hertha nicht mit der Wohnungsgesellschaft einigen, der das Grundstück im Olympiapark gehört. Zum anderen ist laut Pallgen das «Maifeld aus vielerlei Gründen nicht bebaubar».

2025 will der Bundesligist das neue Stadion eröffnen. Dieser Zeitpunkt ist durch die Auswirkungen der Corona-Krise allerdings «eher unwahrscheinlicher geworden», sagte Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller bei der digitalen Mitgliederversammlung Ende Mai.