Berlin Volleys treffen auf Netzhoppers KW-Bestensee

Ihr drittes Bundesligaspiel innerhalb von nur acht Tagen führt die Berlin Volleys am Sonntag (17.30 Uhr) nach Brandenburg zu den Netzhoppers KW-Bestensee. „I...

ARCHIV - Die Hand einer Frau hält einen Volleyball.  a/Archivbild
ARCHIV - Die Hand einer Frau hält einen Volleyball. a/ArchivbildSoeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

Berlin/Bestensee-Ihr drittes Bundesligaspiel innerhalb von nur acht Tagen führt die Berlin Volleys am Sonntag (17.30 Uhr) nach Brandenburg zu den Netzhoppers KW-Bestensee. „In deren Halle zu spielen, ist immer unangenehm“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand. Die Landkost-Arena in Bestensee mit ihrem Schulturnen-Charme ist aus Sicht des 69-Jährigen ein Relikt aus grauer Vergangenheit, denn „alle anderen Bundesligisten spielen doch inzwischen in großen, modernen Hallen.“

Die Netzhoppers dürfen nur mit einer Sondergenehmigung der Volleyball-Bundesliga (VBL) ihre Heimspielstätte weiter nutzen, obwohl der sogenannte Bestandschutz dafür nach Ende der vergangenen Saison abgelaufen war. Unter diesen Umständen empfahl Niroomand dem Team aus Brandenburg, wenigstens für die lukrativsten Saisonspiele an einen anderen Ort ausweichen. „In Potsdam gibt es doch eine schmucke Halle“, sagte der Volleys-Manager mit Blick auf die Arena des Frauen-Bundesligisten SC Potsdam.

Aber selbst in ihrer angestammten Halle sind die Netzhoppers gegen die nach vier Saisonspielen noch ungeschlagenen Berliner nur ein krasser Außenseiter. „Vielleicht liegt darin ja unsere Chance. Niemand traut uns da doch etwas zu“, befand Teammanagerin Britta Wersinger. Nachteilig könnte sich für die BR Volleys auswirken, dass ihr 3:1-Sieg am Mittwoch in Lüneburg viel Kraft gekostet hat.

Die Bilanz in den Berlin-Brandenburg-Derbys ist für die Netzhoppers wenig schmeichelhaft. Aus bisher 36 Bundesligaduellen gegeneinander gingen die BR Volleys 35 Mal als Sieger hervor. Ihre einzige Niederlage liegt über zehn Jahre zurück. Am 18. Februar 2012 war den Berlinern in Bestensee eine 2:3-Pleite widerfahren, 16:18 endete der Tiebraek. Frischer in Erinnerung haben die Volleys dagegen ihr Pokal-Aus gegen die Brandenburger: Im November 2020 waren sie im Viertelfinale vor eigenem Publikum nach 2:0-Satzführung überraschend mit 2:3 an den Netzhoppers gescheitert.