Sie liegen noch dichter beieinander, als sie vermuten werden, sind sich sehr ähnlich in dem, was sie tun. Ante Covic, der Cheftrainer von Hertha BSC, arbeitet mit Strukturen, die direkt miteinander zusammenhängen. Genau wie Michael Becker, der Physiotherapeut bei Hertha BSC. Der eine muss Mannschaftsteile zu einem Gesamtbild zusammenfügen, der andere Körperregionen eines Fußballers. Die Arbeit des einen hängt mit der des anderen zusammen, das sowieso, auch wenn das Ergebnis dieses Teamworks zuerst mit dem Trainer in Zusammenhang gebracht wird.

Michael Becker ist einer von drei Physiotherapeuten bei den Charlottenburgern. Er ist außerdem Osteopath, fünf Jahre lang hat er diese Form der Medizin studiert. Sein Werkzeug sind die Hände, sein Augenmerk gilt sogenannten Faszien, dünnen, sehnenartigen Hüllen aus Bindegewebe. Sie hängen miteinander zusammen.

Zu den Beschwerden vortasten

Deshalb wird ein Schmerz nicht immer dort spürbar, wo er entsteht. Ein zwickendes Knie kann seine Ursache in einem schiefen Becken haben. Da befindet sich der Osteopath wieder nah beim Trainer. „Eine Verkettung von Problemchen führt am Ende zu einem Problem“, sagt Becker, wobei seine Hände die Aufgabe übernehmen, die bei Covic die Augen erfüllen, indem er sich Faszie für Faszie zum Kern der Beschwerden vortastet.

Michael Becker sowie seine Kollegen David de Mel und Frederick Syna sind für die Spieler rund um die Uhr erreichbar. Mit Covic und dessen Stab stehen sie ständig im Austausch, damit Problemchen nicht zu Problemen werden, die am Ende in der Tabelle sichtbar werden. Damit die Faszien vor allem eins bleiben: auf schmerzfreie Art faszinierend.