Berliner FC Internationale gewinnt „Sterne des Sports“

Der FC Internationale Berlin versucht, den Verein nachhaltig zu gestalten. Dafür erhielten die Schöneberger die höchste Sportauszeichnung, die es in Deutschl...

DOSB-Präsident Thomas Weikert (l-r), BVR-Präsidentin Marija Kolak und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nehmen an der Verleihung teil.
DOSB-Präsident Thomas Weikert (l-r), BVR-Präsidentin Marija Kolak und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nehmen an der Verleihung teil.Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin (dpa) –-Der Berliner Fußballverein FC Internationale hat das Bundesfinale beim „Großen Stern des Sports“ gewonnen. Bei der 19. Auflage der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken vergebenen Auszeichnung gewann der 1980 gegründete Club den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis. „Sportvereine leisten eine ungeheure Integrationsarbeit, für die, die am Rande stehen und Gemeinschaft brauchen. Für unsere Gesellschaft sind Vereine unendlich wichtig“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Laudatio in der DZ Bank am Brandenburger Tor in Berlin am Montag. 

Der in Schöneberg beheimatete Club ist der erste nachhaltig zertifizierte Amateurverein Deutschlands. Bereits 2021 erhielt der Club, dessen erste Herrenmannschaft in der achtklassigen Landesliga startet, vom TÜV Rheinland das ZNU-Siegel „Nachhaltiges Wirtschaften“. „Der FC Internationale Berlin 1980 zeigt, dass Sport mehr ist als die Jagd nach Medaillen. Er nimmt die riesigen Herausforderungen unserer Zeit an, antwortet aktiv und konkret. So treibt er die gesellschaftliche Entwicklung mit voller Kraft voran“, sagte Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin.

Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ werden außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und besonderes deren gesellschaftliches Engagement geehrt. Auf dem zweiten Rang unter den 17 Finalisten platzierte sich der Zusammenschluss der drei Vereine SV Bad Bentheim, TuS Gildehaus und SC Bad Bentheim, den dritten Platz belegte der FSV Groß Kreutz. „Es gibt einen Teil der Gesellschaft, der in der Sofaecke sitzt und über andere schimpft und es gibt einen Teil der Gesellschaft, der anpackt“, sagte Steinmeier über die Aktivitäten der rund 150.000 Sportvereine in Deutschland, „hier sitzen so viele Menschen, die anpacken. Das macht Hoffnung. Gerade weil wir in Zeiten des Gegenwinds leben.“

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wurde die höchste Auszeichnung im sportlichen Deutschland erstmals wieder als Präsenzveranstaltung ausgetragen. „Was die Vereine geleistet haben, ist enorm“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert in der rund 90-minütigen Veranstaltung, an der auch die für den Sport zuständige Bundesinnenministerin Nancy Faeser als Zuschauerin teilnahm, „jetzt müssen wir sehen, dass wir das in diesen Zeiten aufrechterhalten.“ 

Der FC Internationale Berlin 1980 hatte sich mit der Initiative „Interaction – für mehr Nachhaltigkeit im und durch Sport“ im Berliner Wettbewerb durchgesetzt und bereits den „Großen Stern des Sports“ in Silber verbunden mit einer Prämie über 4000 Euro erhalten.