Die Podiumsdiskussion war in vollem Gange, als einer der Diskutanten plötzlich das Podium verließ. Wenige Sekunden, nachdem Bernd Heinen, Leiter des „Nationalen Ausschusses Sport und Sicherheit“, zurückkam, herrschte lähmendes Entsetzen unter den 700 Teilnehmern des Berliner Fankongresses. „Mir wurde gerade mitgeteilt, dass bei einer Auseinandersetzung zwischen Kölner, Schalker und Dortmunder Fans eine Person schwer verletzt wurde. Sie wird die Nacht vielleicht nicht überleben.“

Das Opfer ist mittlerweile außer Lebensgefahr, doch was ändert das? Plastischer hätten sich die zwei Gesichter der deutschen Fanszene nicht zeigen können. Hier Hunderte friedliche Fans aus fast allen Profivereinen und vielen anderen Ligen, die sich zwei Tage lang mit den Themen beschäftigten, die aus ihrer Sicht den Fan-Alltag belasten. Und 600 Kilometer südwestlich die wohl hässlichste Fratze des Fußballs. Vor dem Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 prügelten sich Ultragruppen aus Köln und Dortmund mit Schalker Ultras und Alt-Hools der „Gelsen-Szene“.

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