Natürlich ist Jürgen Glor noch dabei. Jetzt, wenn es ernst wird. Der Berliner befindet sich zwar als Bundestrainer der Gewichtheber seit dem Frühjahr im Ruhestand, befindet sich auch nicht in Turkmenistan, betreut aber nach wie vor Robert Joachim. Und der tritt an diesem Sonnabend bei der Weltmeisterschaft in Aschgabad an. Von der Heimat aus wird Glor den Auftritt seines Athleten verfolgen. Er wird sehr genau hinsehen, denn bei dieser WM ist alles ein wenig anders als sonst. „Das Teilnehmerfeld ist immens stark besetzt“, sagt Jürgen Glor. In den acht Gewichtsklassen haben sich jeweils 40 bis 60 Heber angemeldet. Aufgeteilt sind sie in bis zu vier Gruppen. Robert Joachim kämpft in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm, er gehört zur Gruppe C.

Der große Andrang im Sportkomplex von Ashgabat hat mit Olympia zu tun, mit Tokio 2020. Bisher erhielt ein nationaler Verband pauschal Startplätze zugesprochen, deren Anzahl sich aus den Leistungen seiner Athlenten insgesamt ergab. Wer schließlich zu den Sommerspielen fuhr, entschied der Verband. Künftig jedoch muss sich jeder Heber ein persönliches Startrecht erkämpfen und deshalb an mindestens sechs internationalen Wettkämpfen muss er teilnehmen. Der erste ist nun die Weltmeisterschaft.

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