Berliner Pokal: BFC Dynamo weiter, zwei Regionalligisten sensationell raus!   

Der BFC Dynamo und die VSG Altglienicke sind weiter, der Berliner Athletik Klub 07 und Tennis Borussia Berlin ausgeschieden.

Der BFC Dynamo um Darryl Geurts (r.) setzt sich gegen den TSV Mariendorf um Julian Austermann durch.
Der BFC Dynamo um Darryl Geurts (r.) setzt sich gegen den TSV Mariendorf um Julian Austermann durch.Patrick Skrzipek

War es der Schnee, der den Kunstrasen auf der Sportanlage Fischerstraße in ein weißes Feld verwandelte? War es der eisige Wind, der am Wochenende über Berlins Fußballplätze fegte? Oder wer war schuld daran, dass gleich zwei Vereine aus der viertklassigen Regionalliga Nordost am Wochenende im Achtelfinale des Berliner Pokals bei unterklassigen Mannschaften ausgeschieden sind? Es traf den Berliner Athletik Klub 07 und Tennis Borussia.

Der BAK lag beim Sechstligisten SV Sparta Lichtenberg an der Fischerstraße zwischenzeitlich sogar mit 0:4 zurück. Am Ende hieß es 2:4. Die Sparta-Tore erzielten ausgerechnet zwei ehemalige Athleten-Akteure: Mohamed Saloun Toure und Omid Saberdest, der gleich dreimal traf, schossen die Athleten tiefer in die Krise.

Der Mittelstürmer kickte in der Hinrunde der Saison 2013/14 für den aktuellen Regionalliga-Tabellenführer und zu Beginn der Spielzeit 2014/15 erneut. Er konnte sich beim Verein aus dem Poststadion aber nie entscheidend durchsetzen, weshalb dem bei Hertha BSC und beim FC Hertha 03 Zehlendorf ausgebildeten Angreifer seine drei Tore richtig gutgetan haben dürften.

Nach einem starken Saisonstart mit zwölf Siegen aus den ersten 14 Pflichtspielen und nur fünf Gegentoren kassierte das Team von Trainer Benjamin Duda in den vergangenen drei Partien elf Treffer. „Die Mannschaft, die mit den äußeren Bedingungen deutlich schlechter zurechtkam, hat völlig verdient verloren – und das waren am Ende leider wir“, so der Coach gegenüber der „Fußball-Woche“. 

Archiv - BAK-Coach Benjamin Duda verlor mit seinem Team zum dritten Mal in Folge.
Archiv - BAK-Coach Benjamin Duda verlor mit seinem Team zum dritten Mal in Folge.Stefan Bröhl

Die Athleten befinden sich hingegen in der Krise. Nach einem überragenden Saisonstart mit zwölf Siegen aus den ersten 14 Pflichtspielen und nur fünf Gegentoren hat man in den vergangenen drei Partien gleich elf Treffer kassiert. In Lichtenberg fehlten mit Ex-Champions-League-Spieler Jürgen Gjasula, Kwabe Schulz und Julian Klar gleich drei Defensivspezialisten, die sonst zum Stammpersonal zählen.

BAK trat auf schneebedecktem Kunstrasenplatz bei Sparta Lichtenberg an

Ähnlich blamabel lief es für TeBe. Der Regionalliga-Vorletzte unterlag beim Siebtliga-Vierten FC Liria mit 1:3. Für Außenstehende eine große Überraschung, für Insider lediglich der bisherige Tiefpunkt einer traurig stimmenden Saison.

Die Lila-Weißen spielen eine denkbar schlechte Runde, haben nur vier Punkte aus 13 Liga-Begegnungen bei einem Torverhältnis von 9:46 (!) geholt. In der Offensive zu harmlos, in der Defensive zu löchrig, im Mittelfeld regelmäßig ohne Zugriff - TeBe wird es in dieser Besetzung und Form schwer haben, die Klasse zu halten. Für Liria traf mit Arafa El-Moghrabi übrigens auch ein ehemaliger Stürmer der Borussen.

Deutlich besser lief es hingegen für den BFC Dynamo, dem der TSV Mariendorf zwar einen packenden Fight lieferte, sich als Sechstliga-Aufsteiger aber der deutlich höheren individuellen Klasse des amtierenden Viertliga-Meisters geschlagen geben musste und mit 1:3 unterlag. 

Einen vorzeitigen K.o. konnte die VSG Altglienicke gerade noch verhindern. Das Top-Team der Regionalliga musste beim schwer zu bespielenden Oberligisten SC Staaken ran, der oft genug bewiesen hat, dass er für vermeintlich bessere Truppen ein Stolperstein sein kann.

Auch gegen die VSG hielt Staaken sehr gut mit, schaffte es in die Verlängerung, ging dort sogar in Führung, ehe sich Altglienicke dank Tugay Uzan, der beim 1. FC Union Berlin ausgebildet wurde, doch noch den Einzug ins Viertelfinale sicherte und mit 3:2 gewann. Dabei erzielte der schussgewaltige Angreifer alle drei Tore.

Neben Dynamo, Lichtenberg, Liria und Altglienicke haben sich auch Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1889 (2:1 beim VfB Fortuna Biesdorf nach Verlängerung), Sechstligist SD Croatia (3:0 beim FSV Hansa 07) und Oberligist TuS Makkabi (2:0 beim SV Blau-Gelb) den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Das Duell der beiden Oberligisten CFC Hertha 06 und Sp.Vg. Blau Weiß 1890 Berlin fiel witterungsbedingt aus und muss nachgeholt werden.