Dicht an dicht: So standen die Fans des 1. FC Union in der Alten Försterei vor Corona zusammen.
Foto: Imago Images/Camera 4

Berlin - Es ist gerade eine Art Flügelzange, die sich auf Berlins Sportsenator Andreas Geisel und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller zubewegt. Am Sonntag, um 16 Uhr, rückte die eine Seite des Außensturms vielbeinig vor, geradewegs auf das Rote Rathaus zu. Rund 300 Amateursportler und Sympathisanten versammelten sich vor dem Haupteingang, um ihrem Frust Ausdruck zu verleihen, dass in Berlin immer noch strikte Kontaktbeschränkungen für Amateure gelten, während in Brandenburg der Ball wieder rollt.

Bernd Fiedler, der 1. Vorsitzende des SFC Stern 1900, gehörte zu den Hauptrednern dieser Kundgebung, die kurzfristig organisiert wurde. „Wir protestieren, dass wir aus dem Sport ausgeschlossen werden und gegen die Ungleichbehandlung im Sport“, sagte er. In den vergangenen Wochen und Monaten hätten sich viele Kinder mangels Perspektive abgemeldet. „Wenn viele merken, dass es Besseres gibt, als viel Zeit im Training und im Verein zu verbringen, wird das ganz gefährlich.“ Gleiches gilt für die Turner, Kampfsportler und andere, die sich zum Neptunbrunnen am Fuße des Fernsehturms aufgemacht haben.

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